Vom Schweriner See nach Lauenburg an der Elbe. Abendstimmung am See.

Es war nett auf dem Campingplatz Süduferperle. An der Erinnerungssteele für den Todesmarsch von Sachsenhausen entlang radeln wir über die Mündung des Schweriner Sees in die Stör. Der Radweg führt hier durch einen alten Buchenwald am Ufer des Schweriner Sees. Am Stippendorfer Strand mit seiner historischen Promenade machen wir Pause. Hier hat man das Gefühl am Meer zu sein. Der breite Sandstrand ist umgeben von alten gründerzeitlichen Kur- und Hotelbauten und erinnert an  eine gute alte Zeit im 19. Jahrhundert.

Noch einmal durch den Schlosspark und am Schweriner Märchenschloß vorbei. Dann verlassen wir die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns in Richtung Westen.  Zu dem erstaunlich hügeligen Terrain auf der Nordsee-Ostsee-Wasserscheide kommt ein steter Westwind gegen den wir den ganzen Tag ankämpfen müssen. Nach der Gemarkung Wittenförde werden die Straßen und Wege einsam und verlassen. Die Dörfer haben so illustre Namen wie Gottesgabe, Groß-Welzin, Perlin und Döbbersen.

Am frühen Nachmittag erreichen wir das Biophärenreservat am Schaalsee. Die Landschaft lag von 1952 bis 1990 im Sperrgebiet der innerdeutschen Grenze und wurde nach der Wende im Jahr 2000 als Biosphärenreservat ausgewiesen. In Zarretin am Schalsee entern wir die Fischbude für Räucherfisch. Hier starten auch die Ausflugsboote über den mit 72 Metern der tiefsten See Norddeutschlands. Leider gibt es in unmittelbarer Nähe keinen Campingplatz. Also weiter. Noch einmal 20 Kilometer gegen den Wind.

Kurz vor Gudow passieren wir die ehemalige Grenze und sind nun in Schleswig-Holstein. Wir entscheiden uns für den kürzsten Weg entlang der Landstraße L205 nach Büchen. Die Strecke spart uns zwar 5 Kilometer, aber die Straße ist stark befahren und wir werden ununterbrochen von schnell fahrenden Fahrzeugen überholt. Auch nicht ganz optimal. In Büchen überqueren wir den Elbe-Lübeck-Kanal und fahren am Bahnhof vorbei in die Ortsmitte. Weil wir befürchten auf dem Campingplatz coranabedingt kein Abendessen mehr zu bekommen, suchen wir eine Imbissbude auf und werden mit einer hervorragenden westdeutschen Pommes Frites belohnt. Vom Gegenwind müde und mürbe, radeln wir dann am Kanal entlang in Richtung Lauenburg an der Elbe. Obwohl die Rezeption nicht mehr besetzt ist, können wir unser Zelt aufbauen und werden an Ende des Tages mit einem großen alkoholfreien Weizenbier auf der Seeterrasse belohnt.

 

Die GPX-Dateien des Tracks vom Schweriner See nach Lauenburg an der Elbe gibt es als GPX- und KML-Datei zum Download.