Eine Glosse.

Wir waren zwei Monate zu Gast in der größten Demokratie der Welt. Nach 60 Tagen verlassen wir nun das Land von Yoga und Spiritualiität. Das Land mit den schönsten Tempeln und herrlichen Bauwerken. Zeit für eine Abrechung.

byebye india

Indien ist dreckig. Indien ist vermüllt. Indien ist verschmutzt. Das liegt sicher an der immer noch immensen Armut und am Elend der Menschen. Aber es liegt auch an eben jenen Menschen. Inder schmeißen ihren Müll grundsätzlich auf die Straße oder noch ätzender, mitten in den Nationalpark. Alles was außerhalb der eigenen vier Wände passiert, interessiert den gemeinen Inder einen Scheißdreck. Solange man noch die eigene Eingangstür öffnen kann, wird der stinkende Müll in den Straßen toleriert. Kommen dann noch die Kühe ins Spiel, wird es in den indischen Städten ganz besonders nett: Papierfressend pissen und scheißen die heiligen Viecher grinsend in die Straßen. Gut, daß es Räucherstäbchen gibt.

Bleiben wir beim Inder. Der ist in der Regel männlich, übergewichtig und unsportlich. Der Inder hat eine Vorliebe für Indien und fragt Touristen sehr gerne nach der Herkunft. Auf die Antwort Germany bekommt man dann - im Jahre 2018 - gerne mal die Gegenfrage, ob man denn in Ost- oder Westdeutschland lebe. Doofe Frage. in Westdeutschland. Wo sonst? Egal wo und wann, der Inder rotzt, röchelt und spuckt. Dabei kratzt er sich am Gemächt und streichelt sich die Wampe. Der Inder glotzt auch gerne. Am liebsten glotzt der Inder Touristen an. Weibliche Touristen. Und kommt dann gerne auch näher. Der Inder ist glühender Nationalist und Anhänger der radikal-hinduistischen Partei. Der Inder interessiert sich für Cricket und kann mit Fußball nichts anfangen. Mehr muß man doch eigentlich nicht sagen.

Nach dem Men-Blaming sollen die wunderschönen Inderinnen auch ihr Fett ab bekommen. So schön sind die Frauen dann auch nicht. Schon im zarten Alter sind die Damen der Mittelschicht in der Regel übergewichtig und auch die bunten Stoffe ihrer Saris können darunter hervor quellende Fettrollen nicht verbergen. Sobald sie Kinder haben, stopfen sie diesen ununterbrochen Süsskram in den Hals und züchten so die nächsten Diabetiker. Jede indische Frau hält sich mindestens für eine Bolllywood Queen, der selbstverständlich im Zug zwei Sitzplätze zustehen. Mit Putzen und Sauberkeit hat sowohl die männliche wie die weibliche Ausführung des Inders keine Verträge. Dafür finden sie sich unglaublich schön und dokumentieren ihre Schönheit durch das permanente Anfertigen von Selfies.

Nun zur Religion. Der Hinduismus ist eine schmierige Veranstaltung. Opium für das Volk. Heilsversprechen aus dem Munde männlicher Priester. Die Tempel sind schmutzig. Hauptsache, der Gläubige leistet Abbitte und spendet reichlich Rupien. Ablasshandel. Seelenheil gegen Donation. Das ist der Deal. Hokuspokus fidibus dreimal schwarze Kali. Ständig werden religiöse Feste gefeiert. In den Städten greift dann der Ausnahmezustand und es werden Millionen, wenn nicht Milliarden Rupien, für das Schmücken der Straßen mit religiösem Plastiktand ausgeben. Freunde. Mit dem Geld könnte man eine prima funktionierende Müllabfuhr und Abwasserentsorgung organisieren.

Beim Stichwort Organisieren sind wir dann bei der Politik. Bürokratie und Korruption at it´s best. Der Staat, seine vielen Unternehmen und Subunternehmen sind gnadenlos ineffizient. Hat man erst einmal eine Stelle bei einer staatlichen Institution, hört man auf der Stelle auf, an die Allgemeinheit zu denken und sorgt sich danach ausschließlich um das eigene Wohl. Ein Auto, das im Auftrag des Goverments unterwegs ist, am besten noch mit mit mehreren Begleitfahrzeugen. Für die Frau des Politikers, damit diese zum nächsten Beautysalon kutschiert wird. Konsens der indischen Gesellschaft ist die maximale Ausbeutung und Erniedrigung von Menschen. Traurig, aber leider immer noch viel zu oft bittere Realität.

015 majuli

Nach zwei Monaten nehmen wir nun Abschied. Es war laut und wir sind vielleicht ein bisschen genervt. Viele Eindrücke müssen erst einmal verarbeitet werden. Bye bye India. Du bist ein ganz eigenes Universum.