Mit Prambanan und Borobudur gibt es in unmittelbarer Nähe von Yogya zwei kulturelle Highlights von Weltrang. Beide Monumente stehen schon seit langer Zeit auf der Welterbeliste der UNESCO. Der buddhistische Tempel Borobudur gehört mit Angkor Wat in Kambodscha und Bagan in Myanmar zu den "großen Drei" in Südostasien.

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Um es vorweg zunehmen. Der Vergleich hinkt. Angkor und Bangan spielen in einer anderen Liga. Bei beiden kulturellen Stätten handelt es sich um die untergegangenen Hauptstädte von ehemaligen Hochkulturen mit hunderten, wenn nicht gar tausenden einzelnen Bauten. Bei dem buddhistischen Tempel Borobudur handelt es sich hingegen um ein einzelnes Bauwerk. Allerdings ein Gewaltiges.

Borobudur liegt gut 35 Kilometer westlich von Yogya und die Agenturen vorort bieten verschiedene Transportoptionen an. In der Regel kann man das gewünschte Paket direkt im Hotel klarmachen und wird dann dort abgeholt. Für uns bedeutet das frühes Aufstehen um 3:15 Uhr. Um Punkt halb vier holt uns der Fahrer ab. Wir sind die einzigen Gäste und werden in etwas mehr als 60 Minuten zum Ziel gebracht.

Der Eintritt zum Borobudur wird gesondert entrichtet und beträgt satte 450000 Rupien - etwa 30 Euro . pro Person. In diesem speziellen Sunrise-Package sind Taschenlampen und ein kleines Frühstück enthalten. Für den Transport zahlen wir 110000 Rupien pro Nase. Wir sind mit die ersten, die das Monument über recht steile Stufen erklimmen. Es ist noch stockdunkel und wir sind dankbar über die Taschenlampen. Unterhalb der obersten Stupa sammeln sich die Besucher. Hier hat man den besten Blick auf den Sonnenaufgang. Der bleibt uns verwehrt. Die Sonne zeigt sich nur kurz an einem bewölktem Himmel jetzt in der Regenzeit.

Das im 7. Jahrhundert errichtete Bauwerk erinnert an eine Pyramide. Diese hat insgesamt neun Ebenen An den Wänden, der vier sich stufenartig verjüngenden Galerien, befinden sich Reliefs in der Gesamtlänge von fünf Kilometern, welche über das Leben Buddhas berichten. Auf den darüber liegenden drei Terrassen stehen 76 glockenförmige Stupas, unter denen sich jeweils eine Buddhaskulptur befindet. Trotz der großen Besucherströme stellt sich schnell eine spirituelle Ruhe ein. Und wenn man die oberen Terrassen verlässt und durch die Wandelgänge der unteren Ebenen spaziert, ist man plötzlich ganz allein mit dem Leben des Siddhartha Gautama.

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