Das Ende der Welt. Fin del Mundo. Nein. Nicht der Weltuntergang, sondern der Name der Themenroute der Straße von Puerto Natales nach Punta Arenas. Die Stadt mit ihren 120.000 Einwohnern liegt im äußersten Süden Chiles an der Magellanstraße. Die südlichste Stadt der Welt empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein und angenehmen 15 Grad Celsius. 

Gegründet als Strafkolonie wurde die Stadt nach der Entdeckung von Kohle und dem Import von Schafen ein wichtiger Freihafen. Durch die Lage an der Magellanstraße war der Ort bis zur Eröffnung des Panamakanals Hafen an einer der wichtigsten Handelsstraßen der Erde. Das begründete den Reichtum der Stadt. Heute ist Punta Arenas ein wichtiges touristisches Ziel und Stoppover für Kreuzfahrschiffe.

Die Stadt versprüht den Charme des vorherigen Jahrhunderts. Zumindest die bürgerlichen Wohnhäuser der Stadt. Es gibt breite Bürgersteige und seperate Radwege. Wir sehen wenige Radfahrer. Angesichts des permanenten starken Winds kein Wunder. Die erste Durchseglung der Maggelanstraße liegt nun bald 500 Jahre zurück. Daran wird an der Strandpromenade erinnert. Der Friedhof der Stadt gilt als einer der schönsten Südamerikas. Uns fallen die vielen kroatischen Namen auf. Auch in der Stadt gibt es ein kroatisches Haus und sogar einen Feuerwehrzug der kroatischen Einwanderer. Nebe Kroaten war Punta Arenas das Ziel englischer, italienischer und deutscher Migranten.