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Wir erreichen Puerto Montt bei strahlendem Sonnenschein. Der moderne Busbahnhof ist im Zentrum der Stadt. Früher war hier an der Mole der Bahnhof. Aber die Gleise wurden zurückgebaut. Zwei Dampfloks erinnern an die Eisenbahngeschichte.

Unsere Hospedaje ist ein wenig außerhalb. Mit einem Minibus erreichen wir die Unterkunft in wenigen Minuten. Da wir am Morgen in Pucón nicht gefrühstückt haben, sind wir hungrig. Unser Gastgeber empfiehlt uns die Fischrestaurants in Angelmó. Der traditionelle Fischmarkt von Puerto Montt ist eine kulinarische Offenbarung. Ceviche, Muscheln, Krabben und Krebse, fangfrischer Lachs und Seehecht wird in kleinen, gemütlichen Restaurants und an Marktständen angeboten. Dazu gibt es chilenischen Weisswein. Unten im Wasser tummeln sich Seelöwen, die sich um die Fischabfälle streiten.

Puerto Montt gilt als Tor nach Patagonien. Hier beginnt in gut einer Woche unsere Schiffsreise in den tiefen Süden. Die Stadt im Schatten der Vulkane Osorno und Calbuco hat eine deutsche Vergangenheit. Deutsche Migranten siedelten hier Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Namen der deutschen Einwanderer sind auch heute noch präsent. Und es gibt klassischen Blechkuchen. Und dieser wird auch als Kuchen in den Panderias und Pastelerias angeboten.

Die Stadt gefällt auf Anhieb. Es gibt eine Seepromenade, die zu langen Spaziergängen einlädt. In der Bucht von Puerto Montt ankern jetzt im Februar fast täglich Kreuzfahrtschiffe. Gegenüber der Stadt liegt die kleine Insel Tenglo. Mit einem Boot fahren wir hinüber und erklimmen im Rahmen einer kleinen Wanderung den Berg auf dem ein etwa zehn Meter hohes Kreuz steht. Es gibt ein Fischerdorf, einen Badestrand. Man hat plötzlich nicht mehr das Gefühl in einer Großstadt zu sein.

Auch unseren zweiten Abend in Puerto Montt lassen wir bei Ceviche und Räucherlachs in Angelmó ausklingen. Am nächsten Tag wollen wir mit dem Bus für ein paar Tage auf die Insel Chiloe reisen