Panorama der Halde Haniel und der Bergarena in Bottrop

Die Halde Haniel ist ein Landschaftsbauwerk im nördlichen Ruhrgebiet. Die Halde liegt auf Bottroper Stadtgebiet und grenzt an den Oberhausener Stadtteil Königshardt. Hier lagert der Abraum der bis Ende 2018 fördernden Zeche Prosper-Haniel auf einer Fläche von 106 Hektar.  Auf dem Scheitelpunkt der seit 1990 begehbaren Halde findet sich eine Kunstinstallation des baskischen Malers Agustin Ibarrola. Über 100 alte bunt lackierte Eisenbahnschwellen wurden als Totems auf dem Rand der Halde installiert.

Die Halde hat eine Höhe von knapp 160 Metern und ist damit eine der höchsten Erhebungen des Ruhrgebiets. In der Kirchheller Heide gelegen, ist die Halde Haniel ideal für lange Spaziergänge oder rasante Abfahrten mt dem Mountainbike. Viele Spazierwege führen auf das Gipfelplateau. Kleine schmale Pfade bilden nette Trails für das MTB. Auf der südlichen Seite wurde 1992 ein Gipfelkreuz aufgestellt. Das Kreuz ist der Endpunkt eines Kreuzweges mit 15 Stationen. An jeder Station finden sich Relikte und typische Arbeitsutensilien aus dem Bergbau. Karfreitags finden hier regelmäßig Prozessionen statt.

Durch weitere Aufschüttung ist das Gipfelkreuz heute nicht mehr der höchste Punkt der Abraumhalde. Dieser wird durch die bunten Totems von Agustin Ibarrola gebildet. Die Halde Haniel erinnert an eine Vulkanlandschaft. Das Plateau oben auf der Halde ist einem Krater nachempfunden und der vegetationslose, aufgeschüttete Abraum am Gipfelrand verstärkt diesen Eindruck. Im "Krater" befindet sich ein Amphitheater mit 800 Plätzen. In der Bergarena werden regelmäßig Theater und Opernaufführungen aufgeführt.

Bei schönem Wetter hat man von oben eine hervorragende Sicht über das westliche Ruhrgebiet. Im Norden blickt man auf das Stadtgebiet von Oberhausen und die dortige Landmarke, den Gasometer. Im Westen schließt sich das Industriepanorama der Thyssen Stahlwerke und der Kohlekraftwerke in Duisburg am Rhein an. Durch die hohe Belastung mit Feinstäuben ergeben sioch häufig sehenswerte Sonnenuntergänge. Im Norden grenzt die Halde an die Kirchheller Heide und das südliche Münsterland. Im Osten schweift der Blick auf die Halde Scholven und das dortige Kraftwerksensemble in der verbotenen Stadt Gelsenkirchen.

Die Halde Haniel ist Teil der Route der Industriekultur. Man erreicht die Halde mit dem ÖPNV von Bottroper Hauptbahnhof und dann mit dem Bus 262 bis zur Haltestelle „Zeche Franz Haniel“ oder vom Bahnhof von Oberhausen-Sterkrade mit dem Bus 962 bis zur Haltestelle „Kleekamp“.