botanischer garten rombergpark

Nach 365 Tagen auf Reisen ist es gar nicht so einfach wieder anzukommen. Schön ist es, wenn es eine so herrliche Parkanlage gibt wie den Botanischen Garten Romberpark. Der schönste Park meiner Heimatstadt Dortmund wurde als Rombergscher Schloßpark angelegt. Das Areal rund um den ehemaligen Adelssitz Haus Brünninghausen zwischen 1817 und 1824 als englischer Landschaftsgarten geplant. Ich bin unweit dieser herrlichen Parkanlage aufgewachsen und durfte schon als Kind zu den unterschiedlichen Jahreszeiten in den Grünanlagen umherstreuen und geniesse bis heute jede Auszeit an diesem besonderen Ort.

Anfang der 20. Jahrhundert erwarb die Stadt Dortmund das Gelände von der Familie von Romberg. Aus dem englischen Landschaftspark wurde ein Botanischen Garten, der um eine Gehölzsammlung ergänzt wurde. Im 2. Weltkrieg wurde das Schoß weitgehend zerstört. Erhalten blieb das Torhaus, in dem heute Kunstausstellungen stattfinden und der ehemalige Eiskeller. Nach dem Krieg wurde der Rombergpark von der Bevölkerung als Grabeland genutzt und es wurden Nahrungsmittel angebaut. 1958 wurden im südlichen Bereich des Parks die Tropenhäuser eröffnet. Als Kind habe ich bei einem Entritt von 30 Pfenningen in den kalten Wintermonaten hier viel Zeit verbracht und die Wärme in den Pflanzenschauhäusern genossen. Angegliedert befindet sich hier das Café Orchidee mit seinem 50er Jahre Ambiente. Die große Terrasse lädt zu Kaffee und Kuchen ein.

Betritt man den Park durch den Haupteingang im Norden befindet sich auf der rechten Seite eine Lindenallee die man auf keinen Fall verpassen sollte. Die vorallem während der Lindenblüte sehens- und riechenswerte Allee mündet auf den Hauptweg. Für Familien mit Kindern befindet sich hier auf der rechten Seite ein großer neuangelegter Kinderspielplatz. Im Park gibt es einen Lehrbienenstadt der Dortmunder Kreisimkerschaft und ein schulbiologisches Zentrum. Unweit gibt es einen Kräuter- und Küchengarten. Im östlichen Teil des Rombergparks entspringen an einem Berghang eisenhaltige Quellen. Das orange Wasser wird vom Grubenwasser der ehemaligen Zeche Glückaufsegen gespeist. Wenn im Winter das warme Wasser dampfend aus seiner Quelle tritt, bieten sich schöne Fotomotive. Am schönsten ist der Park allerdings im Frühling und Sommer, wenn die vielen Blumen in volle Blüte stehen.

Der Park ist Teil des Europäisches Gartennetzwerk European Garden Heritage Network und ist rund um die Uhr ganzjährig frei zugänglich. Neben dem Park befindet sich der Dortmunder Zoo. Der Rombergpark befindet sich gut 5 Kilometer südlich des Stadtzentrums an der Bundesstraße 54. Der Park besitzt eine Anbindung an der öffentlichen Personennahverkehr. Die U-Bahnlinie U 49 verbindet den Park mit der Innenstadt und dem Dortmunder Hauptbahnhof.

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