Around the world in a year

Am 24. März jährt sich der Tag des Militärsputsches im Jahre 1976. Vor 43 Jahren übernahm die eine Junta die Macht. 30.000 Menschen starben. Hunderttausende wurden gefoltert. Schüler, Studenten, Gewerkschaftler, alles was vermeintlich links war, landete in den Folterkellern der Militärs oder wurde von rechten Todesschwadronen getötet. Mit den Müttern der Verschwundenen auf dem Plaza del Mayo begann die Wende. Heute ist der 24. März ein Feiertag und die Menschen in der Stadt rufen laut: Nunca más. 

001 recoleta friedhof

Eine der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten Buenos Aires ist der Friedhof im noblen Stadtteil La Recoleta. Die Reichen und Schönen des Landes haben hier ihre letzte Ruhe gefunden. Doch von Ruhe kann keine Rede sein. An Wochenenden und Feiertagen pilgern Tausende von Besucher auf diesen neoklassizistischen Friedhof, vorallem um das Grab von Evita zu besuchen.

001 colonia del sacramento

Der Fluß ist hier so breit wie ein Meer. Schaut man von Buenos Aires auf den Rio del la Plata kann man das Ufer auf der anderen Seite nicht sehen. Unsere Fahre Colonia Express startet um Viertel nach Acht in einem kleinen Hafenbecken südlich von Puerto Maduro. Die Ein- und Ausreiseformalitäten sind schnell erledigt und bei strahlenden Sonnenschein verläßt der Katamaran die Megapolis Buenos Aires mit ihren fast 15 Millionen Einwohner. Bei Blick zurück wird die Skyline der Stadt nach und nach schnell kleiner.

Estadio Libertadores

Nach dem Besuch der Bomboniera wollte ich auch das Stadion des aktuellen Tabellenführers der argentischen Liga sehen. Und das ist im März 2019 erstaunlicherweise der Racing Club aus dem Industrievorort Avellaneda. Racing wurde 1903 gegründet und hatte seine erfolgreichste Zeit zwischen 1913 und 1925, als er neunmal Landesmeister wurde. Bis 1967 kamen weitere 6 Meistertitel hinzu und damals wurde man nach dem Gewinn des Copa Libertadores Weltpokalsieger gegen Celtic Glasgow. Nach einem letzten Meistertitel 2001 wurde es still um den Club. Doch jetzt ist man wieder da und steht am 23. Spieltag mit 4 Punkten Vorsprung ganz oben auf dem Tableau.

puerto maduro

Östlich von San Telmo und dem historischen Zentrum Buenos Aires befand sich früher der Hafen am Ufer des Rio de la Plata. Weil der ursprüngliche Hafen in La Boca den Erfordernissen nicht gewachsen war, baute man auf Initiative des Kaufmanns Eduardo Maduro einen Hafen mit Speichern und Hafenbecken. Der neue Hafen wurde ab Mitte der 1890er Jahre in Betrieb genommen. Allerdings wurde schon 1911 ein weiterer Hafen, der Puerto Nuevo, der bis heute genutzt wird, eingeweiht und Puerto Maduro versank in einen Dornröschenschlaf.

ecobici Das Fahrradleihsystem Buenos Aires

Seit Tagen cruise ich mit BA Ecobici durch die Stadt. Das Fahrradleihsystem in Buenos Aires ist kostenlos und steht 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Vom Montag bis Freitag kann man die orangen Räder kostenfrei für je eine Stunde nutzen - am Wochenend sogar 2 Stunden. Und wenn man länger fahren möchte? Dann wartet mann einfach 5 Minuten und leiht sich ein neues Rad. Hört sich gut an? Ist es auch. So funktioniert es

001 bombonera

Wenn man durch den Lezama-Park läuft und auf die Av. Almte Brown einbiegt, sieht man schon von weiten die hohen Tribünenaufbauten des Stadions. Hinter einigen Wohnblöcken mit großflächigen Murals, steht man plötzlich auf nicht sehr gepflegten Rasenplätzen. Und dann ist plötzlich alles Blau-Gelb.