Moslih Eddin Saadi
Ein Reisender ohne Beobachtungsgabe ist wie ein Vogel ohne Flügel.

Ein Reisender ohne Beobachtungsgabe ist wie ein Vogel ohne Flügel.
Die Fähre von Helsinki nach Tallinn benötigt je nach Witterungsverhältnisse für die gut 70 Kilometer etwas mehr als 2 Stunden. Es bedienen aktuell drei Reedereien diese bei Finnen und Touristen extrem beliebte Strecke durch den finnischen Meerbusen im Pendelverkehr. Wir erwerben online Tickets bei der Viking Line und starten am Neujahrsmorgen um 10:30 Uhr in Richtung Estland.
Der letzte Tag des Jahres präsentiert sich von seiner schönsten Seite. Nach einem tollen Frühstück in den Töölö Towers fahren wir mit der Straßenbahn in die Stadt. Wir beginnen unseren Spaziergang im Stadtteil Ullanlinna. An der höchsten Stelle des Parks, dem Hügel Tähtitorninmäki befindet sich ein altes Observatorium.
Am kommenden Morgen schneit es noch immer. Von unserer Unterkunft in den Töölö Towers sind es nur wenig Meter zur Meeresbucht Seurasaarenselkä. Hier beginnt ein gut 15 Kilometer langer Uferpfad entlang der Bucht. Bei den Olympischen Spiele 1952 finden hier die Ruderwettbewerbe statt. Ein kleines Stadion mit einer attraktiven Outdoor Sauna zeugt von dieser Geschichte.
Suomenlinna. Das ist der offizielle Name des Weltkulturerbes vor den Toren Helsinkis. Die Geschichte Finnlands ist eng mit Schweden verbunden. Über 600 Jahre war Finnland ein Teil von Schweden. Noch heute sprechen fast 10 % alle Finnen die schwedische Sprache. Schweden beherrschte über viele Jahrhunderte zusammen mit der Handelsmacht Hanse und dem Deutschen Orden über den Ostseeraum.
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Es ist Sonntag. Es kalt und wir laufen über den Kansalaistori, den Bürgerplatz, gegenüber dem finnischen Parlament, auf eine offene Tür zu. Die Tür gehört zu einem ganz besonderen Gebäude des finnischen Hauptstadt. In der Eingangshalle ist es warm und an mehreren Tischen sitzen Menschen und spielen Schach.
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Trotz des Orkans landen wir mit nur 30 Minuten Verspätung in Helsinki an. Klarer Himmel. Es ist frostig. Auf dem Besucherdeck hat sich eine Eisschicht über die Planken gelegt. Mit einem Shuttlebus der Finnlines-Reederei werden wir durch das Hafengebiet zum Terminal gefahren. Das Terminal der Finnlines ist gut 15 Kilometer östlich der Innenstadt. Mit einem Bus fahren wir weiter zur Metro im Stadtteil Vuosaari.
Vier Tage nach unserer Rückkehr aus Marokko, nach zwei Geburtstagen und Heiligabend im Kreise der Familie, sitzen wir am 2. Weihnachtsfeiertag schon wieder im Zug. Der Tradition entsprechend, mit dem Deutschlandticket über Osnabrück, Bremen, Hamburg und Lübeck nach Travemünde. Die Deutsche Bahn erweist sich als zuverlässig. Wir erreichen alle Relationen und sitzen gegen 21:00 Uhr in Travemünde beim Italiener.
Gut 170 Kilometer westlich von Marrakesch liegt Essaouira. Eine alte Handelsstadt am Atlantik. Seefahrerende Nationen nutzten die Stadt lange Zeit das Tor zur Sahara. Essaouira blickt zurück auf eine lange Geschichte. Phönizier und später Karthager siedelten an dieser exponierten Ort.
Fußball ist Volkssport Nummer eins in Marokko. Spielt die Nationalmannschaft, wie jetzt im Endspiel des Arab Cups gegen Jordanien, sind die Straßen leergefegt. Die Menschen - vornehmlich die Männer - sitzen in den Cafés vor den Bildschirmen oder starren gebannt auf ihre Smartphones.