Ich habe schon einmal erwähnt, dass die Halde Haniel meine Lieblingshalde ist. Gestern sind wir dann mal wieder aufgestiegen. Während die Wege rauf zur Halde im undurchsichtiger werden, tut sich oben etwas. Die Bergarena ist Geschichte. Das offene Amphitheater wurde1999 eröffnet. Shuttle-Busse fuhren die Besucher zu den Inszenierungen. Alles Geschichte. Im Februar 2026 wurde die Arena abgerissen. Und die Totems des baskischen Künstlers Augustín Ibarrola?
Die bunten auf Betonsockeln ruhenden Eisenbahnschwellen sind wieder da. Noch ist eine Baustelle oben auf dem Berg. Die Ruhrkohle AG saniert seit Herbst 2025 den Gipfel der Halde. Doch am Wochenende werden die Bauzäune vorsichtig beiseitegeschoben. Radfahrer und Fußgänger suchen und finden Wege auf die 185 Meter hohe Halde. Ein kräftiger Wind lässt Wolkenfetzen vorbeiziehen.
Die Bergarena ist eingeebnet. Die Böschungen des Haldenrandes werden stabilisiert und mit Steinen gefüllte Rinnen sollen eine bessere Entwässerung ermöglichen. Noch wird gearbeitet. Die bunten Eisenbahnschwellen stehen, nachdem sie auf dem Gelände der Zeche Prosper-Haniel ein temporäres Zuhause gefunden hatten, wieder oben auf dem Abraumberg. Noch sind die Löcher, in denen die Betonsockel stehen, nicht verfüllt.
Standen die Totem bislang in einem Halbkreis unmittelbar an der steilen Kante des Halbrundes, sind sie nun ein wenig weiter in die Mitte gerückt. Die steile Abbruchkante gibt es nicht mehr. Im Rahmen der Sanierung ist alles flacher und sanfter angelegt. Oben ist eine Art Plateau entstanden und in dessen Mitte stehen die Stelen. Auch scheint es als stünden die Stelen jetzt enger beieinander. Der Halbkreis ist kleiner geworden.
Unser Blick schweift in die Fern und erkennt weitere Veränderungen am Horizont. Der markante Kühlturm des Kraftwerks Voerde ist Geschichte und auch die Silhouette von Scholven hat sich verändert. Der Rückbau und die Abkehr von der Verbrennung fossiler Energieträger werden langsam sichtbar.






















