Frank Goossen

Woanders ist auch Scheiße

der ruhrologe

Wenn auch gemächlich: Der Umbau der Emscher zu einen natürlichen Fließgewässer schreitet voran. Auf Dortmunder Stadtgebiet - zumindest bis zur Kläranlage Deusen - führt die Emscher mittlerweile sauberes Wasser. Der erste Bauabschnitt, der Bau des parallel verlaufenden Emscherkanals ist hier abgeschlossen. Im Betonbett der Köttelbecke fließt spärliches Oberflächenwasser. Nun beginnt der nächste Schritt hin zu einem natürlichen Flussbett - die Betonrinne wird aufgebrochen und das Bachbett wird renaturiert.

Weitere Informationen: Emscher, Emscherumbau

Die fliegenden Bilder rufen Staunen und Begeisterung hervor. Sehenswert.

Eröffnung des Dortmunder Umit geladenen Gästen

Am Freitag um 20 Uhr  wird das Dortmunder U eröffnet. Das steuerfinanzierte Großprojekt wird der Öffentlichkeit übergeben.  Zunächst aber einer ganz ausgewählten Öffentlichkeit, es gibt einen Empfang für einige Hundert geladene Gäste. Ullrich Sierau, Jürgen Rüttgers, Fritz Pleitgen, Architekt Eckhard Gerber, U-Kurator Andreas Broeckmann und weitere illustre Gestalten gönnen sich einen netten Abend im U. Es wird geredet werden, die Fliegenden Bilder von Adolf Winkelmann starten und drei weitere Ausstellungen werden eröffnet werden. Zunächst alles für die geladenen Gäste. Die Öffentlichkeit, die den ganzen Spaß finanziert, muss draußen bleiben. Die darf aber Samstag rein und muss für die Ausstellung Agents & Provocateurs noch nen Fünfer mitbringen.

Weitere Informationen: Ruhr-Nachrichten, Der Westen

Nachdem die Ballons heute wegen Sturm am Boden bleiben mussten bzw. gegen 12:00 Uhr wieder eingeholt wurden, soll nun aber das für den Abend geplante Illuminieren der Schachtzeichen stattfinden. Aus Sicherheitsgründen sollen die gelben Landmarken aber nur auf eine Höhe von 30 Meter steigen. Die Webseite Schachtzeichen.de scheint dem Informationsbedürfnis der Bevölkerung momentan nicht gewachsen zu sein, schon seit gut 30 Minuten scheitern jede Versuche die Webseite aufzurufen.

Auf dieses Projekt freue ich mich. Ich hatte mich zunächst auch als freiwilliger Helfer gemeldet, konnte dann aber aus beruflichen Gründen nicht an der Vorbereitungsveranstaltung in Essen teilnehmen. Am Freitag bekam ich dann noch einen Anruf vom Projektbüro, wie es denn mit meiner Bereitschaft aussehe, auch ohne Schulung an den Schachtzeichen teilzunehmen. Ich habe abgewunken - zu viel um die Ohren. Trotzdem das Projekt ist spannend - also mal sehen wie die so Zeichen stehen.

SchachtzeichenDas größte Kunstprojekt der Ruhr.2010 startet am Wochenende. Über den ehemaligen Schächten der Steinkohlebergwerke werden gelbe Ballons schweben. in 80 Meter Höhe werden über 300 Ballone über dem Ruhrgebiet hängen und so eine Flächenskulptur bilden. Die Idee hierzu stammt vom Gelsenkirchener Kulturamtsleiter Volker Bandelow. Die 3,70 Meter großen gelben Kugeln werden zwischen dem 22. zum 30. Mai täglich von 10 bis 20 Uhr auf ehemalige Zechen hinweisen. Zu Füßen der Ballone wird es an viele Orten ein Rahmenprogramm geben. Interessant werden sicher alle Aussichtspunkte sein, an denen man einen schönen Rundumblick hat. Mein Tipp: Die Halden im Revier - für Dortmund empfehle ich einen Ausflug zur Halde Gotthelf. Am besten am 24. und 29. Mai in dem Abendstunden - dann werden die Kugeln zu Nachtzeichen.

Weitere Infos: Schachtzeichen, Die Zeit, Standortübersicht für Dortmund