Von Freiburg im Breisgau den Rhein entlang über Basel und Schaffhausen zum Bodensee. Vier Länder in einer Woche. Immer der Grenze entlang und einmal herum um den größten deutschen Binnensee. Eine Radtour am Fuße der Alpen durch Deutschland, Frankreich, die Schweiz und Österreich.

Mit den Kindern in den Sommerurlaub. Mit dem Quer-durch-das-Land Ticket der Bahn geht es mit vielfachen Umsteigen mit vier Personen vom Ruhrgebiet in das vermeintlich sonnige Freiburg im Breisgau. Gerädert erreichen wir die Universitätsstadt am Fuße des Schwarzwalds. Auf der Suche nach einem Campingplatz in Freiburg landen wir zunächst bei den Nudisten - for members only. Wir entscheiden uns für eine erste kleine Radfahrt und fahren bergauf-bergab durch Weinberge nach Staufen zum dortigen Campingplatz. Schnell die Zelte aufgebaut und dann ab ins malerische Städtchen eine abendliche Pizza verspeisen.

Am kommenden Morgen starten wir ausgeruht nach einem ausgiebigen Frühstück unsere Tour durch das Oberrheintal. Auf einer flachen Etappe geht es mit Blick auf die Vogesen an den Rhein. Bei Neuenburg erreichen wir den Fluss, der hier auch die deutsch-französische Grenze bildet. Auf dem Rhein-Radweg  geht es über Bad Bellingen, Rheinweiler zu den Isteiner Schwellen. Der hier renaturierte Fluß lädt bei schönem Wetter in den Stromschnellen zum Baden und Plantschen ein. Bei Saint-Louis la Chaussee beginnt den Rheinkanal. Über die Europabrücke geht es von Weil am Rhein ins französische Huningue um kurze Zeit später die Grenze in die Schweiz zu überschreiten. In Basel machen wir Pause auf dem Münsterplatz. Am Nachmittag setzt Regen ein. Wir erreichen nass bis auf die Knochen eine Campingmöglichkeit des Kanuvereins Schwörstadt.

Am nächsten Morgen hat der Regen aufgehört und wir setzen uns wieder in den Sattel. Entlang des Hochrhein geht es auf pittoresken Wegen weiter. In Bad Säckingen bewundern wir eine historische Holzbrücke über den Rhein. Die geteilte Stadt Laufenburg bietet eine mittelalterliche Silhouette am Hochrhein. Kurz drauf überraschen die Schweizer mit einem Atomkraftwerk in Betrieb. Unweit der Einflugschneise des Züricher Flughafens produziert das Atomkraftwerk Leibstadt und schickt Wasserdampf in den Himmel. Wir treten etwas schneller in die Pedalen, erreichen Waldhut und später Hohentengen. Wir passieren erneut die Grenze zu den Eidgenossen und radeln über Wil und Rafz nach Lottstetten. Ein deutsches Dorf mit einem Bahnhof der Schweizer Bahn. Kurz darauf stehen wir in Neuhausen. Die Etappe geht zu Ende und in Schaffhausen finden wir in Langwiesen einen Zeltplatz.

Auf der Nordseite des Rheins geht es wieder nach Deutschland. Eine historische Einmaligkeit stellt die einzige deutsche Exklave Büsingen am Hochrhein da: Deutsches Staatsgebiet vollständig von der Schweiz umgeben. Wir queren noch mehrfach merkwürdige, nicht vorhandene Grenzen und erreichen nach Diessenhofen das Stein am Rhein das Tor zum Bodensee. Am Untersee führt der Weg am Ufer entlang nach Kreuzlingen und Konstanz. Wir belohnen uns mit einem großen Becher Eis und fahren dann weiter auf der Schweizer Seite in Richtung Romanshorn. Kurz hinter Egnach finden wir einen hypermodernen Campingplatz und schlagen hier unser Nachtquartier auf.

Nach einem Frühstück in Arbon verlassen wir das Land des Franken und über Altenrhein erreichen wir die Grenze nach Österreich. Direkt nach der Grenze gibt es selbstverständlich einen Supermarkt, wo man wieder zu bezahlbaren Preisen mit dem Euro einkaufen kann. Lieber Schweizer - ihr habt ein wunderschönes Land, aber ihr müsst euch nicht wundern, wenn euch keiner mehr besucht. Im Rheindelta gehen wir erstmalig Baden. Der See ist kalt. Wieder auf das Rad und wieder über den Rhein. In Bregenz bewundern wir die Seebühne und in Zech bei Lindau finden wir auf dem überfüllten Park-Camping noch ein Plätzchen für unsere Zelte. Die Sonne brennt und wir legen einen Ruhetag ein.

Wieder auf dem Rad fahren wir auf der Nordseite des Sees über Wasserburg, Langenargen nach Friederichshafen. Hier folgt ein Stück entlang einer viel befahrenen Bundesstraße. Kurz von Hagnau geht es wieder an den See und über Wege außerhalb des motorisierten Verkehrs geht es über Meersburg zu den Pfahlbauten von Unteruhldingen. Es folgt noch die Runde um den Überlingen See, wo wir bei Bodman den See verlassen und über einen Bergrücken geführt werden. Bei Dingelsdorf finden wir nach über 100 km einen nette Campingplatz mit einem Thairestaurant. Wir lassen es uns schmecken...

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