Fähre nach Amrum

St. Peter-Ording - Dagebüll. Auf dem Campingplatz muß ich warten bis um 8 Uhr die Rezeption öffnet. Vorher laufe ich zum Bäcker, frühstücke und baue das Zelt ab. Meine App zeigt mir eine Distanz von etwas mehr als 70 Kilometern an bis zu meinem Ziel Dagebüll. Dort fahren die Fähren nach Wyk auf Föhr und Wittdün auf Amrum. Ich entscheide mich dann aber für die zuvor ausgearbeitet Route auf dem Nordseeradweg. Immer direkt am Deich entlang durch den Nationalpark Nordfriesisches Wattenmeer.

St. Peter-Ording erwacht gerade und es ist noch nicht so viel los auf den Straßen des Ortes. Ich radele in Richtung Tümlauer-Koog an den Deich. Im WEsten Sieht man den Leuchtturm Westerheversand als Landmarke. Wieder Rückenwind. Das ist nicht selbstverständlich hier an der Nordsee. Ich bin ein Glückkind. Ohne Probleme beschleunige ich das Rad auf eine Reisegeschwindigkeit von 25 Kilometer in der Stunde. Wenn da nur nicht die Gatter und Tore für die Schafe wären. Alle ein bis zwei Kilometer muß ich ein solche Tor passieren. Also Abbremsen, das Tor öffnet, sich mit dem Rad durch das Tor schlängeln und wieder antreten und beschleunigen.

Bis Husum sind es etwas 45 Kilometer. Die Hälfte der Wegstrecke. Ich radele über die Eiderstedt-Halbinsel in Richtung Nordosten. Im pittoresken Heimatort von Theodor Storm bekomme ich in der Nähe des Schloßes einen Cappuccino.  Ich radele bis zur Straße nach Nordstrand. Der Wind hat mittlerweile gedreht und ich habe leichten Gegenwind. Im Beltringharder Koog, einem erst 1987 eingedeichten Gebiet in der Nordstrander Bucht, kann man zur dieser Jahreszeit tausende von Vögel beobachten. In Lüttmoor Siel gibt es ein kleines nur im Sommer bewirtschaftetes Cafe. Hier beginnt auch die Lorenbahn zur Hallig nach Nordstrandischmoor. Im Schüttsiel fahren die Fähren zu den Halligen Hooge und Langeneß. Da am Deich gearbeitet wird muß ich kurz den Radweg verlassen und auf der parallel verlaufenden Kreistraße fahren. Gegen 13:30 Uhr komme ich in Dagebüll an. Die nächste Fähre nach Amrum fährt um 15:00 Uhr. Ich besorge mir Fahrkarten für die 90 minütige Überfahrt und stärke mich mit einem Backfischbrötchen in einem der vielen Fischrestaurants.

Hier gibt es den Track der Etappe im gpx- und kml-Format zum Download.