Mohammed

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Die Ngada sind eine Ethnie mit etwa 60.000 Menschen. Das Siedlungsgebiet der Ngada befindet sich auf der Insel Flores rund um die Provinzstadt Bajawa zu Füßen des Vulkans Inierie. Die Volksgruppe der Ngada sprechen eine eigene Sprache. Aufgrund der Verwandschaft der Sprache mit polynesichen Sprachfamilien vermutet man das die Ngada ursprünglich auf Polynesien eingewandert sind.

Rund um Bajawa gibt es viele kleine traditionelle Dörfer, von denen einige touristisch erschlossen sind und besucht werden können. Wir heuern zwei Motorradtaxis an und lassen uns von Edwin und Jeremi zu den Dörfern Luba und Bena fahren. Der imposante Vulkan Inierie ist schon am Morgen durch Wolken verdeckt. Durch einen Bambuswald mit riesigen Pflanzen geht es in engen Kurven in das Tal hinab.

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Wie auch die Khasi, die wir auf unserer Reise in Megalaya, im Nordosten von Indien, besucht haben, sind die Ngada matrilinear organisiert. Es gilt eine weibliche Erbfolge und bei der Heirat zieht der Mann in das Haus seiner Frau. Der Tribe wurde im 17. Jahrhundert durch portugisiesche, holländische und deutsche Missionare christianisiert und gehört heute formell der römisch-katholischen Kirche an. Der wahre Glaube dier Menschen ist jedoch der Animismus. In der Mitte der Dörfer finden sich Geister und Totenhäuschen. Einige sind über christliche Gräber mit dem Kreuz gebaut. Archaisch anmutenden steinerne Altare werden bis heute für Tieropfern genutzt. An den Türen der Häuser zeugen Büffelhörner und die Zahnreihen von Wildschweinen von vergangenen Ritualen. Vor den Häusern hängen bunte Ikat-Webarbeiten der Frauen. Einzelne Frauen sitzen auf der Terrasse ihrer Häuser und weben diese Stoffe. Auf Planen und Tüchern werden Kaffee, Mais und Makadamia-Nüsse getrocknet.

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Nach dem Ausflug zu den Dörfern fahren wir noch zu einer Stelle an der ein kalter und ein heißer Bach zusammenfließen. Das heiße Wasser ist  50 Grad warm, vulkanischen Ursprungs und riecht ganz leicht nach Schwefel.

 

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