Friedrich Rückert

Nur aufs Ziel zu sehen, verdirbt die Lust am Reisen.

Ein Gamelanorchester in Yogyakarta

Am Sonntag morgen fahren wir mit der Motorrischka zum Fürstenpalast des Sultanat Yogyakarta. Im Kraton gibt es sonntags traditionellen Tanz begleitet von einem Gamelan Orchester. Unter einem quadratischen Holzdach sitzen 20 meist ältere Herren vor ihren Instrumenten. Im Schneidersitz spielen sie verschiedene Rund-Gongs, große Trommeln, Flöten und Xylophone. Es geht gemächlich zur Sache. Zwischendrin wird geraucht. Der Duft der indonesische Nelkenzigaretten Kretek weht ins Publikum. Ein tiefer meditativer Klangteppich in den man sich fallen lassen kann. Begleitet werden die Instrumentalisten von fünf Vokalstimmen. Zwei Damen und drei weitere Herren singen zum Tanz.

Die Vorführung in klassischem javanesischen Tanz beginnt nach etwa 30 Minuten fröhlichem Einklimpern seitens des Orchesters. Es sind vier einzelne Tänze. Je zwei mit weiblicher und männlicher Besetzung. Die Tänzer sind äußerst prachtvoll gekleidet und wunderschön geschmückt. Die Tänze verzaubern durch die dezidierten Bewegungen. Wenn der Kopf geneigt wird, geschieht dies in vielen kleinen Schritten. Das hat zusammen mit der Kostümierung etwas Puppenhaftes.

Nach gut einer Stunde ist die Vorstellung beendet. Aufführende und Zuschauer verabschieden sich höflich voneinander und man geht seiner sonntäglichen Wege.

Die Menschen in Indonesien sind sehr musikalisch. Ùberall und immer läuft Musik und es wird gerne mitgesungen. Am Straßenrand stehen Bands und beschallen die Autofahrer im Stau. Durch Restaurants ziehen Musiker mit Gitarren, spielen auf und werden mit Rupien bedacht. Neben traditioneller Musik, Volksmusik und Schlagern hat auch Heavy Metal einen hohen Stellenwert. Indonesien rockt

 

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