Aldous Huxley

Zu reisen heißt zu entdecken, dass jeder über andere Länder falsch liegt.

Zwei alte Pilger schlafen vor einer Felsenkirche in Tigray

Zwischen Aksum und der Provinzhauptstadt Mekele liegt das Bergland von Geralta. Die unwirtliche Gegend ist nur mit dem Mietwagen zu erreichen. Wir werden am Morgen in Aksum mit dem 4-Wheeler abgeholt. Die erste Station der Tour ist die Felskirche Abuna Yemata. Wir befinden uns am Fuße eines imposanten Tafelberges und unser Fahrer zeigt in die Höhe. Gut 500 Höhenmeter über uns in den Felsen soll sich die Kirche befinden.

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In der Tigray Region gibt es versteckt in den Bergen etwa 120 Kirchen und Klöster. Die Kirchen wurden zwischen dem 9. und 14. Jahrhundert zum Schutz vor dem nahenden Islam in die Tafelberge Gheraltas gebaut. Aus der Ebene heraus lassen sich die Kirchen mit bloßen Auge kaum erkennen. Für die Besteigung der Kirche in Abuna Yemata sind Kletterkünster und Schwindelfreiheit absolute Vorraussetzung. Leider ein Ausschlußkriterium für uns. Ein wenig traurig fahren wir zu einer weiteren Kirche.

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Die Abreha und Atsbeha Kirche liegt oberhalb eines kleinen Dorfes und ist nach einem Bruderpaar benannt, das als aksumitische Könige herrschte. Über eine Freitreppe klettern wir gut 50Meter hinauf zum Kloster. Hier wird der obligatorische Eintritt für das Fotografieren fällig. Durch eine alte Holztür betreten wir das Kirchengebäude. Vor der Kirche liegen auf gelben Bastmatten zwei alte Männer in weißen Gewändern. Wir treten in den stockdunkelen Innenraum und sind von den vielen Wandgemälden in der Kirche überwältigt. Wie schon bei den Kirchen im Tanasee dominieren farbenfrohe, christliche Motive aus dem Alten Testament. Neben der eigentlichen Kirche ist ein Museum angeschlossen. Hier werden dem Besucher alte Schriften und Gewänder in Glasvitrinen präsentiert.

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Vor Vorhof der Kirche hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Gebirgeslandschaft Geraltas.

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