Aldous Huxley

Zu reisen heißt zu entdecken, dass jeder über andere Länder falsch liegt.

Die Skyline von Bogota

Acht Millionen Menschen leben in Bogota. Es gibt 300 Kilometer Radwege und es werden weitere gebaut. Rekord in Südamerika. Jeden Sonntag werden 200 Kilometer der Straßen der Stadt für den Autoverkehr gesperrt. Dann gehören die Straßen Fußgängern und Radfahrern. In der Stadtregierung wird gerade ein Gesetz diskutiert, das Graffiti und Streetart straffrei werden läßt. Es passiert etwas in der Metropole Kolumbiens.

Wir erreichen die Stadt an einem Sonntag und steigen am Flughafen zunächst einmal in den falschen Bus. Als wir unser Mißgeschick bemerken, nimmt der halbe Bus an unserer Lage Anteil. Man rät uns doch einfach im Bus zu bleiben und wieder zum Flughafen zurück zu fahren. Aussteigen sollen wir möglichst nicht in dem Barrio. Bogota galt lange als Stadt mit sehr hoher Kriminalität. Und auch heute ich wohl noch nicht alles Gold was glänzt. Die Stadt hat aber eine sehr hohe Polizeipräsenz. An jeder Straßenecke stehen bewaffnete Polizei und private Sicherheitsdienste mit Rottweilern. Allein das gibt schon ein leichtes Gefühl der Unsicherheit. Hat man sich aber erstmal daran gewöhnt, dann fühlt sich Bogota wie jeder andere Stadt auch an.

Die Stadt liegt in einer Hochebene 2640 Meter über dem Meeresspiegel am Fuße der beiden Berge Guadalupe und des Monserrate. Auf dem Guadalupe breitet eine weiße Christusstatue die Arme gnädig über der Stadt aus. Der Berg Monserrat ist 3170 Meter hoch. Oben steht eine Wallfahrtskirche. Mit einer Standseilbahn fahren wir auf den Berg und geniessen das Panorama. Die parallel verlaufende Kabinenseilbahn ist im Mai 2019 außer Betrieb. Runter geht es auf einem steilen Wanderweg. Auch hier gibt es Polizeipräsenz und Restriktionen, zu welcher Uhrzeit man den Weg begehen darf.

Wieder unten in der Stadt besuchen wir das Goldmuseum. Im Museo de Oro werden über 30.000 Exponate aus präkoumbianischer Zeit präsentiert. Es ist erstaunlich, wie filigran viele der Goldobjekte bearbeitet sind. Herausragend das Glodfloß von El Dorado. Das sagenumwobene El Dorado lag unweit der Stadt Bogota. Das Goldmuseum hat täglich außer Montags geöffnet. Der Eintritt beträgt bescheidene 4000 Peso, umgerechnet etwas mehr als einen Euro.

Am Tag zuvor waren wir im Museum Fernando Botero. Der wohl bedeutendste kolumbianische Künstler, der vor allen durch seine liebevoll überzeichneten Dicken Berühmheit erlangte, vermachte seine Sammlung der Stadt Bogoto mit der Auflage, dass der Besuch seines Museum kostenlos bleiben müssen. Das ist der Fall. Der fanstastische Museum mit Werken von Picasso, Monet, Max Ernst und weiteren angesehenen Malern hat täglich außer Dienstags geöffnet. In beiden Museum gibt es sehr schnelles kostenfreies öffentliches WiFi (SSID: BC cultural Passwort hängt aus). Wer also schnell seine Fotos hochladen möchte, ist hier genau richtig.

 

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