leverkusener bruecke

Das Osterfest wird schon seit dem 4. Jahrhundert immer am Wochenende nach dem ersten Vollmond im Frühling gefeiert. 2026 fällt Karfreitag auf den 3. April. Entsprechend kalt ist es am diesjährigen Treffpunkt auf dem Platz vor dem Duisburger Hauptbahnhof. Es haben sich erneut acht Teilnehmer eingefunden und nach dem üblichen Palaver setzen wir uns bei 5 Grad und kräftigem Wind in Bewegung.

Nachdem wir im letzten Jahr auf dem Emscherweg durch das Ruhrgebiet pedaliert sind, geht es jetzt Rheinwärts. Vom Duisburger Hauptbahnhof erreichen wir den Rhein an der Brücke der Solidarität, welche die Stadtteile Hochfeld und Rheinhausen verbindet. In Hochfeld wird gerade der RheinPark als einer der drei Zukunftsgärten der IGA 2027 neugestaltet und ist daher für Besucher gesperrt. Linksrheinisch führt unser Weg zunächst kilometerlang durch die Logistikflächen des LogPorts. Auf der Fläche des 1993 stillgelegten Krupp Stahlwerks reiht sich heute Halle an Halle. Die erste Pause machen wir an der Dorfkirche in Friemersheim.

Auf dem Rheindeich lassen wir die Eisenbahnersiedlung links liegen und radeln durch den Chemiepark nach Krefeld Uerdingen. Hier findet sich in den ehemaligen Produktionsstätten von Dujardin, der einstmals größten Brennerei Deutschlands, heute ein Industriemuseum und ein netter Biergarten im Innenhof des Backsteinbaus. Obwohl es eigentlich zu früh und zu kalt für einen Biergarten ist serviert uns ein freundliches Kellnerteam die lokale Bierspezialität Melcher’s Hell.

Über die Rheinbrücke radeln wir wieder nach Mündelheim, dem südlichsten der Duisburger Stadtteile. Es folgt die obligatorische Panne von Armin und nach einem spontanen Reifenwechsel kämpfen wir uns bei heftigem Gegenwind zur Kaiserpfalz nach Kaiserswerth. Die Rheinfähre zwischen Meerbusch und Kaiserwerth mit der wir ursprünglich den Rhein queren wollten, wurde an dieser Stelle nach 800 Jahren im Dezember 2025 (vorläufig) eingestellt.

Nach einer weiteren Rheinkehre passieren wir die Düsseldorfer Messe und das Stadion der Fortuna aus Düsseldorf. Am Fortuna Büdchen an der Rheinpromenade kommt kurz die Sonne raus. Die Altbiere der Stadt werden hier auf Mauer am Joseph-Beuys-Ufer verkostet. Eine lokale Tradition sehr zu unserem Gefallen. Die südlichen Stadtteile der Landeshauptstadt wirken ländlich. Der starke Wind flaut etwas ab und im Himmelgeister Rheinbogen weht der Wind dann sogar von hinten. Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir das Übernachtungsziel in Monheim. Unten im Hotel befindet sich ein respektabler Italiener, bei dem wir den Abend bei Speis und Trank ausklingen lassen.

Tag 3 ist schnell beschrieben. Bei leichtem Regen Richtung Leverkusen. Die Leverkusener Rheinbrücke wird seit 2017 neu errichtet. Für Radfahrer bedeutet dies einen kilometerlangen Umweg. Anstatt am Rhein eine Möglichkeit zu schaffen, die Baustelle zu passieren, wird man in einem großen Bogen um die Sondermülldeponie zum Neuland-Park in Leverkusen geleitet. Ein wunderbares Beispiel klassischer, autozentrierter Denke.

In der Wacht am Rhein wird dann ein erstes Kölsch serviert. Der morgendliche Regen hat sich verzogen und einige vorsichtige Sonnenstrahlen zeigen sich am Himmel. Der Fahrradüberquerung auf der Autobahnbrücke ist wiederum ein Abenteuer. In mehreren Schleifen geht es rauf und runter zum Radweg auf der Nordseite der Brücke. Nach dem Kölner Stadtteil Merkenich fahren wir kilometerlang durch die Fordwerke in Köln Niehl. Seit 1930 werden hier vom US-amerikanischen Autobauer Fahrzeuge produziert. Wie lange noch steht in den Sternen. Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge kommt vermutlich zu spät.

Dann geht es wieder an den Rhein und linksrheinisch radeln wir in Richtung Hohenzollernbrücke. Hier lassen wir die Tour ausklingen und machen uns mit dem RE1 wieder auf den Weg nach Dortmund.

Den gpx-Track gibt es auch in diesem Jahr wieder zum Download.

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