Friedrich Rückert

Nur aufs Ziel zu sehen, verdirbt die Lust am Reisen.

Über dem Viertel Bellavista liegt der Cerro San Cristobal. Der Berg erhebt sich gut 300 Meter über der Stadt und ist zudem die größte Parkanlage - Santiagos Parque Metropolitano. Aus Bellavista fährt seit 1925 ein Funicular, eine Standseilbahn, auf den Hausberg der Stadt. Das erinnert sehr stark an den Berg Mtazminda in Tiflis. Doch während dort die Kabine neu und verglast ist, fahren wir in Santiago in einem alten, offenen Wagen hinauf.

Oben angekommen bietet sich ein fantastisches Panorama. Doch wie schon gestern wabbert im Talkessel Santiagos der Smog. Die Sicht auf die umgebenden Kordilleren ist stark eingeschränkt. Oben fallen die viele Radfahrer auf. Man quält sich am Morgen auf den Berg. Gemeinsam als Paar oder als leicht übergewichtiger Einzelkämpfer auf dem Rennrad. Hier in Chile fährt man Trek Mountain Bikes. In Neuseeland war Merida die vorherrschende Fahrradmarke..

Auf dem Gipfel pilgern die Menschen zu einer 22 Meter hohen, weißen Statue der Jungfrau Maria. In einem heiligen Bezirk gibt es darüber hinaus noch eine Freilichtbühne und eine kleine Kirche. Es gibt noch eine Seilbahn mit der man vonder anderen Seite der Stadt auf den Berg gelangen kann. Wir laufen den Berg hinunter zurück nach Bellavista. Eigentlich wollen wir den etwa 4 Kilometer langen Wanderweg rund um den Cerro San Cristobal nehmen. Doch wir werden von zwei jungen Parkmitarbeitern gewarnt. Der Weg sein unsicher. Es könnte zu Diebstählen und Raubüberfällen kommen. Das gibt uns zu denken und wir ändern unseren Plan. Auf kurzen Weg geht es zurück nach Bellavista. Wir machen noch einenn Abstecher zum Haus Pablo Nerudas um dann für eine Siesta ins Hotel zurückzukehrenn.

 

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