Johann Wolfgang von Goethe

Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.

Radfahren im Delta des roten Fluss

Jetzt geht es los. Brompton Touring durch Vietnam. Der Plan: durch das Delta des Roten Fluss. Von Cát Bà nach Ninh Binh. Für die ersten 20 Kilometer auf der hügeligen Karstinsel Cát Bà entscheiden wir uns aber noch einmal für den Bus. Am Fähranleger wartet bereits die Fähre zur Haiphong vorgelagerten Insel Cát Hải. Für die 3 Kilometer brauchen wir nur gut 20 Minuten. Hier werden gerade riesige Hafenanlagen aus dem Boden gestampft. 

Die drittgrößte Stadt Vietnams hat mehr als eine Million Einwohner und ist der Hafen Hanoi im Golf von Tonkin. Auf Cát Hải verlassen wir die Hauptstraße und gönnen uns zunächst ein Kaffee. Dann geht es wirklich los. Wir radeln wir an der VinFast Factory entlang. Das erste Automobilwerk Vietnams. Es stellt sich die Frage, wo den die vielen Autos in Zukunft fahren und vor allen parken sollen. Es ist doch jetzt schon kein Platz in den Städten. Zum Festland radeln wir über eine kilometerlange Brücke auf das Festland. Zu uns gesellt sich ein weiterer Radreisender. Jonny aus den Niederlanden pedaliert schon ein paar Wochen durch Südostasien und da wir den gleichen Weg haben, radeln wir gemeinsam.

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Rechts und links der Straße breiten sich riesige Industrieanlagen aus. Es donnern Trucks an uns vorbei. Es ist gar nicht so einfach, einen Weg zu finden, der mit dem Rad befahrbar ist. In einem Vorort von Haiphong essen wir in einer kleinen Garküche zu Mittag. Dann trennen sich unsere Wege. Jonny mach sich auf den Weg in Richtung Hanoi. Wir radeln in den Süden. Wir überqueren mehre Mündungsarme des Roten Fluss auf neuerrichteten Brücken. Und trotz Smartphone und GPS-Geräte verfahren wir uns. An der Straßen herrscht reichlich Verkehr und es ist laut. So langsam müssen wir uns schauen, wo wir denn übernachten können. Booking.com ist in dieser nicht-touristischen Gegend keine Hilfe. Mit Google Maps finden wir dann doch eine Unterkunft: Nhà nghỉ Dream House. Tiên Lãng.

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Am nächsten Morgen sind wir froh, das Dream House schnell hinter uns zu lassen. Nach einer Weile haben wir dann auch die Industrievororte Haiphongs endgültig hinter uns gelassen und radeln endlich durch Reisfelder. Nach einem herrlich warmen sonnigen Morgen dreht das Wetter. Innerhalb von nur zwei Stunden sinken die Temperaturen um 15 Grad und es beginnt zu regnen. Am frühen Nachmittag erreichen wir die Provinzstadt Thai Binh. Eine Entscheidung steht an: Noch weiteren Tag durch den Regen radeln. Oder ab in den Bus und am gleichen Abend noch Richtung Ninh Binh. Wir entscheiden uns für den Bus. In Nam Định müssen wir umsteigen. In einem Touristenbus erreichen wir noch vor Einbruch der Dunkelheit Tam Coc. Auf dem Weg haben wir im Bus eine Unterkunft gebucht und werden von liebenswerten Gastgeberin Hue herzlich empfangen. Das Tam Coc Cozy Homestay ist wirklich eine Empfehlung.