• Lao Tzu

    Ein guter Reisender hat keine festen Pläne und denkt nicht ans Ankommen.

Passau

Mit dem Regionalzug aus München erreichen wir die Dreiflüssestadt am frühen Nachmittag. Vor dem Bahnhof halten und parken Bussen, dahinter eine Einkaufszeile und dann ein in Beton gegossenen Alptraum aus den 70ern. Die Regensburger Straße. Vom barocken Charme dieser Stadt auf einer Landzunge zwischen Inn und Donau ist nicht zu erahnen. 

Kennt ihr noch Rotel? Die rollenden Hotels? Meine werte Schwiegermama hat mit dem Unternehmen im vergangenen Jahrtausend Reisen in den markanten roten Bussen unternommen. Es gibt das Unternehmen immer noch. Und in Passau betreibt es das Hotel Rotel Inn. Ein Kabinenhotel mit Gemeinschaftsduschen für den schmalen Geldbeutel.  Jugendherbergserlebnis. Die freundliche Dame an der Rezeption empfiehlt uns mit einem Blick auf die Räder ein Stadtrundfahrt mit dem Fahrrad. Nach einer Dusche steigen wir auf unsere Klappräder und pedalieren los.

Der Donauradweg führt unter kaltem Beton Richtung Dreiflüsseeck. Parkplätze für die Besucher die in der Altstadt keine Abstellmöglichkeit finden. Schön ist anders. Nach der Schanzlbrücke ändert sich das Bild. Eine Promenade an der Donau mit Anlegemöglichkeit für Flusskreuzfahrtschiffe. Hier beginnen auch die Dreiflüsse-Stadtrundfahrten auf Donau und Inn. Auf dem Rathausplatz steht der Franz Stockbauer Bierbrunnen. Passau ist Bierstadt. Es gibt heute noch drei aktive Brauereien. Unter anderem die Bayerische Löwenbrauerei Franz Stockbauer. Aber dazu später mehr.

An der Prinz-Regent-Luitpold-Brücke endet der Radweg. Wir schieben die Räder in Richtung Dreiflüsseeck. Von den verschiedenen Farben der drei Flüsse ist heute nicht viel zu sehen. Der grüntürkise Inn aus den Alpen trifft auf die dunkelbraune Donau. Und von Norden mündet sich die schwarze Ilz, ein Flüsschen aus dem Bayerischen Wald. Der Inn führt an der Mündung mehr Wasser als die Donau. 

Im Sommer flanieren wir entlang der Innpromenade am markanten Schaibingsturm vorbei. Radfahren streng untersagt. Passau ist eine Universitätsstadt. Fast 12.000 Studierende der Universität Passau kommen auf 53.000 Einwohner. Und unterhalb der Universität dürfen wir auch wieder auf die Räder steigen und kommen so noch zu der versprochenen Bewegung nach der langen Zugreise. Wir radeln auf dem Innradweg bis zum Wehr des Kraftwerks Passau-Ingling. Auf der anderen Seite sind wir dann kurz in Österreich. Durch das Severinstor neben der Severinskirche pedalieren wir wieder in die Stadt.

Impressionen

01-Passau
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04-Passau
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10-Passau
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02-Passau
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07-Passau
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03-Passau
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09-Passau
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06-Passau
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08-Passau
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05-Passau
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