Benjamin Disraeli

Reisen lehrt Toleranz.

okatse

Nördlich von Kutaissi beginnt der große Kaukasus, der sich auf eine Höhe von über 5000 Metern erhebt. Aus dem Hochgebirge fließen reissende Gebirgsflüsse in die Kolchische Tiefebene. An vielen Stellen graben die Flüße tiefen Rinnen in das Karstgebirge. Neben dem Martvili Canyon gibt es den Okatse Canyon mit einem Panoramaweg und einem Cliffhanger als Stahlkonstruktion. Also genau das Richtige für den Autor, der im wahren Leben mit einer soliden Höhenangst ausgestattet ist. Gut das die Anke dabei war.

007_Okatse_Canyon
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008_Okatse_Canyon
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009_Okatse_Canyon
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010_Okatse_Canyon
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011_Okatse_Canyon
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012_Okatse_Canyon
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Die Anreise aus Kutaissi gestaltet sich nicht ganz so einfach. Es gibt keinen direkten Bus. Wir entscheiden uns gegen einen Ausflug mit dem Taxi. Für 60 Lari hätte uns ein Fahrer direkt zum Canyon gefahren. Dort hätten wir allerdings nur 3 Stunden Aufenthalt gehabt, das erschien uns zu wenig. Also die komplizierte Variante mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Am zentralen Busbahnhof von Kutaissi nehmen wir zunächst das Marschrutka nach Martvili. An einer Straßenecke etwa 3 Kilometer nach Choni steigen wir aus und machen uns zu Fuß auf. Aber der Weg ist noch viel zu weit, sodass wir einen Wagen stoppen, der uns dann zum Besucherzentrum des Nationalparks bringt.

013_Akademie_vom_Gelati
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013_Okatse_Canyon
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014_Okatse_Canyon
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015_Okatse_Canyon
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016_Okatse_Canyon
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017_Okatse_Canyon
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Der Eintritt kostet 15 Lari pro Person und über einen gemauerten Weg geht es durch einen Park mit herrlichem altem Baumbestand, weiten Rasenflächen und grasenden Kühen zum Beginn des Panoranaweges. Dort ist nicht einmal das Ticket zu zeigen und schon steht man auf einer rostig rot lackierten Stahlkonstruktion von einem Meter Breite. Etwa 4 Meter parallel zur Wand des Canyons geht es gut 500 Meter durch die Schlucht. Mit beiden Händen am Geländer taste ich mich mit zitternden Knien voran. Nach einer gefühlten Ewigkeit führt der Pfad zurück an die Wand und eine Treppe hinauf zum Cliffhanger. Dort gibt es eine Sitzgelegenheit und die Möglichkeit, etwa zwölf Meter hinaus in die Schlucht zu treten.

Auf dem Rückweg zum Besucherzentrum finden wir noch einen ausgeschilderten Weg zum Boga und Bear Bath. Wir steigen in den Canyon hinab. In der tief eingeschnittenen Klamm gibt es ein herrliches Badebassin mit klarem, kalten Wasser.

 

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