Franz Kafka

Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.

Udaipur City Palace

James Bond in Oktopussy ist sehr wahrscheinlich kein Fahrrad gefahren. Wir haben auch nicht im Taj Palast Hotel gewohnt. Unsere Behausung war nur minimal einfacher, bot aber immerhin einen Blick auf die legendäre Residenz mitten im Pichhola Lake. Udaipur ganz im Süden des indischen Bundesstaats Rajasthan ist eine der beliebtesten, touristischen Ziele in ganz Indien. Und das nicht nur für ausländische Touristen. Auch den hitzegeplagte Inder aus den großen Metropolen zieht es gerne in die auf etwa 500 Höhenmetern gelegene Stadt.

Udaipur liegt an zwei künstlichen Seen, die im 15. Jahrhundert angelegt wurden. Einer der größten Paläste Indiens ist der am Ufer des Pichola Lake gelegene City Palace. Die Festungsanlage dient heue als Museum und kann besichtigt werden. Ein anderer Teil der riesigen Anlage wird als Luxushotel genutzt. Auch der Maharadscha von Mewar Arvind Singh lebt noch heute in dem Palast.

Tipp: Unweit der Palastanlage am Tripola Gate gibt es ein keines Dosai-Restaurant. Hier bereitet man die südindischen Pfannkuchen in allerlei Variationen. Lecker.

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Nach dem wir am ersten Tag den City Palace besichtigt haben, wollen wir am zweiten Tag mit Fahrrädern um die beiden Seen radeln. Wir sprechen einen Agenten in einem Reisebüro an und der gute Mann verspricht uns um Punkt zehn Uhr zwei Räder bereitzustellen. Für 250 Rupien bekommen wir zwei Schrottgurken und wir befürchten, das uns selbst die Inder angesichts dieser Gefährte auslachen. Auf gerade Strecke rollen die Räder dann doch erstaunlich gut. Nur wenn es bergauf geht, hilft eigentlich nur noch schieben. Über die Qualität des Sattels will ich keine weiteren Worte verlieren. Mein Po schmerzt immer noch.

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Das Fahren im Linksverkehr will geübt sein und da die Bremsen nur ganz wenig funktionieren, müssen wir sehr vorsichtig radeln. Um jeden See sind es etwa 15 Kilometer. Es ist erstaunlich wenig Verkehr auf der Uferstraße. Kaum ist man ein wenig aus der Stadt hinausgefahren, wird es sehr beschaulich. ´Gegen nachmittag haben wir unsere Radtour beendet und sind froh die Räder zurück bringen zu dürfen.

In Udaipur gibt es hunderte schöne Cafes und Dachgarten-Restaurants. Für den Abend entscheiden wir uns für das Amet im gleichnamigen Hotel Amet Haveli direkt am See. Hier geniessen wir den Abend bei gutem Essen und haben einen fantastischen Blick auf den beleuchteten Palast.

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