Moslih Eddin Saadi

Ein Reisender ohne Beobachtungsgabe ist wie ein Vogel ohne Flügel.

Schaut man aus der goldenen Stadt Jaisalmer in die Wüste, sieht man dort seit einigen Jahren Windkraftanlagen soweit das Auge reicht. Auch wenn man mit dem Jeep in die Thar hinausfährt, um einer der berühmten Kamelsafaris zu machen, quert man durch einen Wald von Windrädern. Hunderte wenn nicht Tausende von modernen Windenergieanlagen wurden hier vor einigen Jahren installiert. Bei  dem ständigen Wind, der durch die Wüste fegt, eine gute und sinnvolle Idee.

windkraft wueste thar

Fragt man allerdings nach, was mit dem vielen Strom passiert, den dieser umweltfreundliche Energieträger liefert, bekommt das Ganze einen seltsamen Anstrich: An der Grenze zwischen den beiden verfeindeten Nationen Pakistan und Indien gibt es umfangreiche Grenzsicherungsmaßnamen. Die neueste Errungenschaft, die in der indischen Presse gefeiert wird, ist ein durchgehender Elektrozaun zur Abwehr pakistanischer Eindringlinge. Und genau für diese Grenzsicherung wird ein Großteil der Energie verwendet. Krankes Indien.

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