Jack Kerouac

Lebe, reise, erlebe Abenteuer, preise und bereue nichts.

Frank Goossen

Woanders ist auch Scheiße

Playa Blanca. Sand, Sonne und ein türkisfarbenes Meer

Mit dem lokalen Bus nach Passacaballo. Dort warten dann Kollektivos, die euch an den Playa Blanca bringen. So die lautet die Wegbeschreibung, die uns unser Gastgeber in unserem Hostel mit auf den Weg gegeben hat. Der Playa Blanca ist ein karibischer Traumstrand. Türkisfarbenes, warmes Wasser, Kokosplamen und herrlicher Sandstrand. Soweit zumindest die Theorie. 

In der Praxis ist der drei KIlometer lange Strand auf der Halbinsel Baru 40 Kilometer südlich von Cartageno ein doch etwas überlaufen. Es reiht sich ein Restaurant an das Nächste. Vor den Restaurants sind Liegen und Sonnenschirme aufgebaut. Fast bis an Wasser. Das man einfach sein Badetuch ausbreitet und sich in den groben Korallensand legt ist nicht möglich. Man benötigt also den Sonnenschutz und diesen lassen sich die Etablissements fürstlich entlohnen. Bis zu 50000 Col werden verlangt. Das ist doppelt soviel wie auf der mondänen Halbinsel Bocagrande in Cartagena und viermal soviel wie sonst in Kolumbien üblich. Nach etwas suchen, finden wir dann doch noch ein Restaurant,, in dem wir kostenfrei im Schatten sitzen können wenn wir dort unsere Speisen und Getränke zu uns nehmen. Ok. Damit kann man leben.

Playa Blanca. Paradies mit Problemen.

Das Baden ist toll. Das Wasser ist wunderbar warm. Wären da nicht die Jetskis. Diese fahren durch die Badenen hindurch und suchen Gäste für eine rasante Fahrt über das Wasser. Das ist zum Einen gefährlich, zum Anderen stinken die Dinger ekelig nach Benzin und Abgasen. Jetskis braucht keiner. Sitzt man wieder in seinem schattigen Stuhl, wird man ohne Unterlass von Strandverkäufern angesprochen. Armbänder, Massagen, Kaltgetränke,. Kaltgetränke, Armbänder, Massagen. Die Bewohner der Halbinsel wollen verständlicherweise ihr kleines Geschäft mit den vielen Touristen machen. Und obwohl ich ein dickes Fell habe und ich immer freundlich mit einem Gratias ablehne, nervt es auf Dauer dann doch.

Das Essen ist zwar etwas überteuert, aber der gebratene Fisch ganz lecker. Nach dem Mittagessen müssen wir uns schon um die Rückfahrt kümmern. Die letzten Schnellboote ab Playa Blanca zurück nach Cartagena fahren um 15:00 Uhr. Ein junger Argentinier, der für unser Restaurant arbeitet, besorgt uns für 20.000 Col Plätze auf dem Boot. Wir müssen die obligatorischen Schwimmwesten anlegen und um kurz nach drei legen wir ab. Die Fahrt mit dem Schnellboot ist ein Vergnügen. Das Boot springt über die sanften Wellen durch die Bahia de Cartagena und nach weniger als einer Stunde legen wir in der Altstadt von Cartagena an.

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