Am kommenden Morgen schneit es noch immer. Von unserer Unterkunft in den Töölö Towers sind es nur wenig Meter zur Meeresbucht Seurasaarenselkä. Hier beginnt ein gut 15 Kilometer langer Uferpfad entlang der Bucht. Bei den Olympischen Spiele 1952 finden hier die Ruderwettbewerbe statt. Ein kleines Stadion mit einer attraktiven Outdoor Sauna zeugt von dieser Geschichte.
Ein Schneespaziergang? Warum nicht? Wir laufen los. Ab und an überholt uns ein joggender Finne. Finnland ist Läufernation. Auf den Spuren Paavo Nurmis, dem neunmaligen Olympiasieger, rennen trotz der widrigen Wetterbedingungen die Menschen durch die Stadt. Die insgesamt mehr als 100 Kilometer langen Trails an der Küste der Metropole bieten hier die besten Voraussetzungen. Unser Tempo ist deutlich gemächlicher. Wir flanieren.
Nach gut zwei Kilometer eine Holzbrücke auf eine Insel in der Bucht. Und dann sind wir plötzlich in Seurasaari. Seit Mitte des 19. Jahrhundert Ausflugsziel und Sommerfrische mitten in der Großstadt. Es gibt einen Festplatz und eine historische Badeanstalt. 1909 wird hier ein Freilichtmuseum gegründet. Heute gehören fast 90 historische Gebäude zu dem Ensemble. Doch heute am 30. Dezember bei leichtem Schneefall sind wir hier fast allein. Das Museum ist geschlossen und auch bei den Gastronomiebetrieben stehen wir vor verschlossenen Türen. Schade.
Wir umrunden die Insel und genießen die vollkommene Stille mitten in der Stadt. Nachdem wir wieder das Festland erreicht haben, wartet schon der Bus 24 auf uns, der uns dann zurück in die City bringt.
Wer mal in Helsinki ist und den Track nachlaufen möchte: Man findet den GPX-Pfad bei Komoot oder zum Download.
Impressionen von unserem Winterspaziergang













