Fitzhugh Mullan

Kümmere dich nicht um die Schlaglöcher in der Straße und zelebriere die Reise.

004 glacier grey

Die Sonne geht am letzten Tag des Februars hier in Südpatagonien gegen halb Neun unter. Wir haben also gut 8 Stunden für die Wanderung vom Lago Pehoe zum Mirador am Fuße des Grey Gletschers. Durch eine steppenartige Landschaft geht es zunächst einige Höhenmeter hinauf. Das Terrain ist ein Traum für Geologen. Gesteinsaufbrüche und gefalteter Granit in verschiedenen Farben. Die Flora ist karg. Rottöne dominieren.. Helle Baumstämme erinnern an Waldbrände.

Der erste See auf dem Weg ist die Laguna Los Patos. Hier sind die Bäume wieder grün. Tiefblaues Wasser trifft das kräftige Grün der Scheinbuchen. Der ausgelatschte Wanderweg lässt sich prima laufen. Wir sind zwar nicht allein, aber es ist auch nicht unangenehm voll. Alle paar Meter überqueren wir Wasserläufe mit kristallklaren Wasser. Es gibt also keinen Grund Trinkwasser zu schleppen. Nach einem weiteren Anstieg der erste Blick auf den Lago Grey. Im grauen Wasser des Sees schwimmen hellblaue Eisberge. Entlang des See führt der Track zum Refugio Grey. Hier besteht, sofern man einen Platz bekommen hat, die Möglichkeit zu übernachten oder das Zelt aufzuschlagen..

Noch einmal 500 Meter und ich stehe in einer Bucht und schaue auf den Gletscher. Der Glacier Grey gehört zum südlichen patagonischen Eisfeld. Der größte Gletscher außerhalb der arktischen Regionen. Der Greygletscher hat eine Länge von 28 Kilometern und kalbt mit drei Zungen in den Lago Gray. Im Sonnenschein schimmert das Abbruchkante und die im Wasser treibenden Eisblöcke. Man wird ein wenig ehrfürchtig angesichts der Schönheit der Natur.

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