Aldous Huxley

Reisen bedeutet herauszufinden, dass alle Unrecht haben mit dem, was sie über andere Länder denken.

002 Yogyya

Das ging schnell. Morgens noch in Phuket. Mittags auf dem KLIA (Kuala Lumpur Internationnal Airport) und abends dann in Yogyakarta - kurz Yogya. Am ATM werden wir zu Millionären. Die indonesische Rupiah ist eine weiche Währung. Mit 60 Euro ist man dabei und hat die Taschen voller Scheine mit vielen Nullen. Neue Scheine, andere Umrechnungskurse. Anstrengend. Es dauert ein Weilchen bis man das schnallt. Ein Taxi bringt uns im strömenden Regen zum Guesthouse. Das Zimmer ist ok. In einem Atrium ein Pool. Nice. Wir gehen noch raus auf die Straße in ein Restaurant und ich bekomme mein erstes Gadu Gadu. Willkommen in Indonesien.

Der Morgen mit ein paar Bahnen im Pool. Ein einfaches Continental Breakfast und ab auf die Straße. Wir sind in einem Viertel mit sehr vielen Gästehäusern, Restaurants und Bars gelandet.  Jetzt am frühen Morgen ist noch nicht viel los. Ganz um die Ecke ein kleiner Markt mit frischem Obst und Gemüse. Bei tropischen Obst habe ich immer das Bedürfnis all das Unbekannte einmal zu probieren. Gestern gab es Früchte der Salak Palme, heute haben wir Rambutan. Wir besorgen uns SIM-Karten für Indonesien. Das geht unkompliziert und ist sehr günstig. Mit 35.000 Rupien bekommt man eine SIM-Karte auf der dann schon 2 GB Datenvolumen vorhanden sind. Ausweisen muß man sich nicht. Simpati von Telkomsel.

001 Yogyya

In Yogya ist überall Streetart. Sehr ungewöhnlich für Südostasien. Zwar sieht man auch in Bangkok das eine oder andere Graffiti, hier in Yogya gibt es an jeder Straßenecke richtig gute Sachen. Ein eigener Stil. Wir fahren Fahrradritscha. Anders als in Indien sitzt der Fahrer hier hinter den Fahrgästen und schiebt uns förmlich durch den Verkehr. Angenehmes Tempo. Vor Anstiegen wird Schwung geholt. Wir landen - wie sollte  es anderes sein - in einer Galerie für Batikkunst. Der Prozess des Batiken wird uns erklärt und mit einem "Stift" dürfen wir dann selbst Wachs auf ein Tuch auftragen.

Und dann Malioboro Road. Der Einkaufsstraße von Yogya. T-Shirts, Batikhemden und viele andere Textilen. Skurile Läden mit allerlei Klimbim. Das ist ein wenig bedauerlich am Langzeitreisen. Shoppen fällt weitgehend flach. Einfach kein Platz die Sachen zu transportieren. Wir überlegen immer Päckchen zu packen, aber was will man im Endeffekt mit den ganzen vielen Souveniers zu Hause anfangen? Wir kaufen einen neuen Regenschirm. Groß und in Regenbogenfarben. Um Punkt zwölf am Mittag geht der erste richtig starke Tropenregen nieder.

Und wie soll es anderes sein. Am Ende des Tages landen wieder auf einem Rummelplatz. Sehr beliebt sind Motorradartisten, die mit Ihren Maschinen waagerecht durch eine Holzbahn knattern. Geisterbahnen, kleine Riesenräder und weitere Attraktionen. Es ist nicht ganz so laut wie in Indien. Es gibt deutlich mehr Fahrgeschäfte und diese sehen auch etwas seriöser aus. Etwas.Den Heimweg treten wir wieder in der Ritscha an. Gute Nacht Yogyakarta.

Und was ist mit dem Merapi? Einer der aktivsten Vulkane der Welt. Gut 35 Kilometer von Yogya entfernt. Der Merapi ist ruhig.

 

Kommentare powered by CComment