Erich Kästner
Nur unterwegs erfährt man das Gefühl märchenhafter Verwunschenheit.

Nur unterwegs erfährt man das Gefühl märchenhafter Verwunschenheit.
Wien. Die Hauptstadt unseres südlichen Nachbarn. Wieso hat es eigentlich sechzig Jahre gedauert, bis ich diese charmante Metropole an der Donau kennenlernen durfte? Wir erreichen die Stadt auf dem Radweg auf der Donauinsel. Das Erste, was wir von dieser bemerkenswerten Stadt sehen, sind nicht die historischen Gebäude am Ring, sondern die moderne Skyline der UNO City. Die Stadt ist neben New York, Genf und Nairobi einer der vier Amtssitze der Vereinten Nationen.
Es sind nur 36 Kilometer zwischen Melk und Krems. Die Wachau. Historische Kulturlandschaft an der Donau. Im Dezember des Jahres 2000 setzte die UNESCO die Wachau auf ihre Liste des Weltkulturerbes als außergewöhnliches Beispiel einer mitteleuropäischen Kulturlandschaft aus dem Mittelalter, in der die traditionellen Lebens- und Wirtschaftsformen bis in die Gegenwart nahezu unverändert fortbestehen.

Ok. Der Vergleich hinkt. Aber wenn man sich von Süden an der Donau der Stadt nähert, sind Parallelen schon vorhanden. Hochöfen, Schlackenhalden, die Wolkenmacher der Kokereien, Gasometer. An der Donau wird Kohle und Eisenerz angelandet. Nicht viel anderes als würde man von Orsoy kommend nach Ruhrort radeln. Und bei vorherrschendem Südostwind sieht man deutlich einen Dunstschleier über der Stadt.