Unsere Idee auf einem lokalen Boot der Inland Water Transportation zu reisen verwerfen wir recht schnell. Es wird dann doch ein klassischer touristischer Transport zwischen Mandalay und Bagan. Wir finden uns gegen 6:30 Uhr am Pier ein. Noch gibt es Liegestühle an Deck. In einen Solchen legen wir uns, zunächst noch bedeckt von bunten Kunstfaserdecken. Es ist recht kühl am frühen Morgen und es liegt ein feiner Nebel über dem Irrawaddy.

Um kurz nach Sieben geht es los. Jetzt in der Trockenzeit ist der Fluss bei Mandalay etwa 500 Meter breit. Südlich der Stadt liegen zunächst sehr viele Frachtschiffe im Fluss. Einen Stadthafen im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Die Fracht wird am unbefestigten Flussufer gelöscht. Die Sonne geht auf über Mandalay und auf der gegenüberliegenden Flussseite glänzen die goldenen Pagoden von Sagaing im Sonnenlicht.

Wir passieren die beiden Brücken südlich von Sagaing und dann wird es langsam gemächlich. Auf dem Schiff ist es laut und die Liegestühle sind eher unbequem. Auch das Frühstück ist nicht wirklich der Knaller. Doch die frühmorgentliche Kühle verschwindet langsam und mit dem E-Book in der Hand lässt es sich aushalten. Auf dem Fluss sind nun nur noch wenige Frachtboote unterwegs sowie Fischer und Anwohner in kleineren Booten. Nach etwa 100 Kilometern bei der Mündung des Chindwin ist der Fluss mehrere Kilometer breit. Zahlreiche Untiefen und Sandbänke erschweren für unseren Kapitän das Navigieren. Gegen 17:00 Uhr am Nachmittag taucht die Steilküste Bagans im sanften Abendlicht auf.

 

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