Am ersten Weihnachtstag verlassen wir Rangon mit dem Zug. Wir ergattern ein günstiges Ticket für die Upper Class und entern den Expresszug nach Bago. Ganz so schnell ist der Express dann doch nicht. Für die 80 km in die viertgrößte Stadt Birmas brauchen wir mehr als drei Stunden. Am Bahnhof erwarten uns die üblichen Schlepper und verkaufen uns ein Busticket nach Kinpun, dem Basecamp für die Pilgerreise zur Kyaiktiyo Pagode. Bis zur Abfahrt des Zuges haben wir gut 3 Stunden also erkunden wir zu Fuß die Stadt und schaffen es sogar bis zu einem großen liegendem Bhudda.

Der Bus ist reichlich voll und obwohl wir zusteigen bekommen wir die versprochenen Sitzplätze. Nach gut drei Stunden erreichen wir Kinpum und sind überwältigt von der Masse der Menschen, die das Örtchen bevölkern. Wir finden eine überteuerte Bleibe. Unverhältnismäßig hohe Hotelpreise gegenüber anderen asiatischen Ländern werden sich als Markenzeichen Myanmars herauskristallisieren. Zum Abendessen wagen wir uns noch einmal aus die Straße. Die Restaurants sind allesamt mit Pilgern belegt. In den hinteren Räumen ruhen die einheimischen Pilger auf Plastikbastmatten und erwarten den kommenden Tag.

Entgegen der üblichen Art der Locals den Berg im Lastwagen zu erklimmen, entscheiden wir uns für den Aufstieg per pedes. Etwa 14 Meilen und 1300 Höhenmeter liegen vor uns. Der Pilgerpfad erinnert im weitesten Sinne an den Adams Peak in Sri Lanka. Auch hier ist fast die komplette Wegstrecke mit Buden, Restaurants und Verkaufsständen gesäumt. DIe entgegenkommenden Menschen sehen etwas mitgenommen aus und in der Tat erweist sich der Weg hinauf zum Golden Rock als recht anstrengend.

Oben auf dem Berg campieren zehntausende Menschen. Unter bunten Decken liegen Männer, Frauen und Kinder. Hunderte Männer umlagern das Heilgtum und auch ich lasse es mir nicht nehmen, Blattgoldplättchen auf den Felsen zu kleben. Der Tag geht viel zu schnell vorüber. Den Abstieg bewältigen wird dann wie die Pilger im Lastwagen. Ein rasanter Ritt auf harten Planken zurück ins Basecamp.

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