Die alte Kaiserstadt Hue

Gegen halb sieben erreichen wir die alte Hauptstadt Hue. Die Nacht im Liegebus war einigermaßen erholsam. Der Busbahnhof ist etwas außerhalb im Norden der Stadt. Mit den Fahrrädern sind wir recht schnell an der gebuchten Unterkunft Maison Vu Tri Vien. Obwohl wir sehr früh anreisen, können wir schon ein Zimmer beziehen, uns frisch machen und bekommen sogar ein kleines Frühstück.

Die ehemalige Kaiserstadt Hue liegt in der Mitte Vietnams am Parfüm-Fluss. Während der Nguyen-Dynastie zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert war sie die Hauptstadt des vietnamesischen Kaiserreiches. Erst mit der Unabhängigkeit von Frankreich im Jahre 1945 wurde die Stadt durch Hanoi abgelöst. Die wohl berühmtesten Sehenswürdigkeiten Hues sind die alten Palastanlagen. Innerhalb der Festungsmauer lebte der Hofstaat des Kaisers. Nach dem Vorbild der kaiserlichen Anlagen in Peking erbauten sich die Herrscher der Ngyen-Dynastie innerhalb der Mauern die Verbotene Stadt. Während des Vietnamkriegs wurde die Kaiserstadt in der Tet-Offensive stark beschädigt. Nach dem Krieg beginnt eine Restaurierung und der Wiederaufbau, der bis heute andauert.

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Die Sonne scheint und wir sind recht früh am Meridian Tor, dem Eingangstor zum Palastkomplex der Verbotenen Stadt. Der Thai Hoa Palast wurde für zeremonielle Zwecke genutzt und ist heute frei zugänglich. Die Größe der Anlage ist immens und trotz viele Besuche haben wir die Anlagen gefühlt für uns allein. Wirklich herausragend sind die Gärten in der Anlage. In einer Baumschule werden hunderte Bonsais gepflegt und ausgestellt. Auch die Kunsthochschule der Stadt nutzt Räumlichkeiten in der Kaiserstadt. Am Nachmittag zollen wir der Busfahrt Tribut und ziehen uns für einen Schönheitsschlag in unser Hotelzimmer zurück.

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Auf Google Maps habe ich ein Algen-Restaurant entdeckt. Das Restaurant Seaweed Food liegt nördlich der Verbotenen Stadt und ist mit dem Rad schnell zu erreichen. Reisnudelsuppe mit Austern, Krabben und frischen Algen, dazu gedämpfte Tapioka-Knödel. Die Restaurantbesitzerin ist fasziniert von unseren Falträdern. Wir lassen sie eine Runde drehen und danach gab es kein Halten mehr. Wir werden mit Holzmalas beschenkt und es fällt uns nicht einfach dieses Kleinod zu verlassen.

Es ist mittlerweile dunkel geworden und zum Ausklang des Abends radeln wir an den Huong Giang Fluss zu Deutsch Parfüm-Fluss. Vom wohligen Geruch ist nicht zu riechen. Am Fluss gibt es schöne Parkanlagen und es macht großen Spaß, mit den Bromptons entlang des Flusses zu cruisen. Die Brücken über Fluss werden illuminiert und strahlen als Regenbogen. In einer sehr schicken Bar unweit der Pension lassen wir den Abend ausklingen. Es hatte mittlerweile zu regnen begonnen und es sollte, wie wir dann an den folgenden Tage feststellen, auch so schnell nicht mehr aufhören.

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