Emile Zola
Nichts entwickelt die Intelligenz wie das Reisen.

Nichts entwickelt die Intelligenz wie das Reisen.
Suomenlinna. Das ist der offizielle Name des Weltkulturerbes vor den Toren Helsinkis. Die Geschichte Finnlands ist eng mit Schweden verbunden. Über 600 Jahre war Finnland ein Teil von Schweden. Noch heute sprechen fast 10 % alle Finnen die schwedische Sprache. Schweden beherrschte über viele Jahrhunderte zusammen mit der Handelsmacht Hanse und dem Deutschen Orden über den Ostseeraum.
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Es ist Sonntag. Es kalt und wir laufen über den Kansalaistori, den Bürgerplatz, gegenüber dem finnischen Parlament, auf eine offene Tür zu. Die Tür gehört zu einem ganz besonderen Gebäude des finnischen Hauptstadt. In der Eingangshalle ist es warm und an mehreren Tischen sitzen Menschen und spielen Schach.
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Trotz des Orkans landen wir mit nur 30 Minuten Verspätung in Helsinki an. Klarer Himmel. Es ist frostig. Auf dem Besucherdeck hat sich eine Eisschicht über die Planken gelegt. Mit einem Shuttlebus der Finnlines-Reederei werden wir durch das Hafengebiet zum Terminal gefahren. Das Terminal der Finnlines ist gut 15 Kilometer östlich der Innenstadt. Mit einem Bus fahren wir weiter zur Metro im Stadtteil Vuosaari.
Vier Tage nach unserer Rückkehr aus Marokko, nach zwei Geburtstagen und Heiligabend im Kreise der Familie, sitzen wir am 2. Weihnachtsfeiertag schon wieder im Zug. Der Tradition entsprechend, mit dem Deutschlandticket über Osnabrück, Bremen, Hamburg und Lübeck nach Travemünde. Die Deutsche Bahn erweist sich als zuverlässig. Wir erreichen alle Relationen und sitzen gegen 21:00 Uhr in Travemünde beim Italiener.
Gut 170 Kilometer westlich von Marrakesch liegt Essaouira. Eine alte Handelsstadt am Atlantik. Seefahrerende Nationen nutzten die Stadt lange Zeit das Tor zur Sahara. Essaouira blickt zurück auf eine lange Geschichte. Phönizier und später Karthager siedelten an dieser exponierten Ort.
Fußball ist Volkssport Nummer eins in Marokko. Spielt die Nationalmannschaft, wie jetzt im Endspiel des Arab Cups gegen Jordanien, sind die Straßen leergefegt. Die Menschen - vornehmlich die Männer - sitzen in den Cafés vor den Bildschirmen oder starren gebannt auf ihre Smartphones.
Mogador ist der historische Name von Essaouira. Die Stadt hat Portugiesen gesehen, Araber und Berber aus der Sahara. Es gab eine bedeutende jüdische Gemeinde hinter den Mauern der Stadt. Franzosen und Spanier verließen Land und Kontinent mit der Unabhängigkeit im März 1956.
Alkohol in arabischen Staaten ist ja eine ganz heikle Sache. Aus Glaubensgründen mit einem Tabu belegt und doch zumindest heimlich allgegenwärtig. Für wohlhabende Bürger und Touristen hat es ohnehin schon immer die Möglichkeit gegeben, einen guten Wein zum Essen zu trinken. Das nötige Kleingeld vorausgesetzt.
Der Flughafen von Marrakesch liegt nur wenige Kilometer von der Medina entfernt. Man hat die Möglichkeit, mit den kleinen gelben Taxen - Taxis petite - oder mit dem halbstündig verkehrenden Bus ins Herz der Stadt zum Djemaa el Fnag, dem Platz der Gehängten, zu gelangen. Wir entscheiden uns für den Bustransfer. Der Himmel ist bewölkt und nur ganz kurz erhaschen wir einen Blick auf die schneebedeckten Berge des Hohen Atlas.