Mohammed
Don’t tell me how educated you are, tell me how much you traveled

Don’t tell me how educated you are, tell me how much you traveled
Im Sommer 2018 ist es dann so weit: unser Sabbatjahr beginnt. Hatte ich zunächst noch Zweifel, ob ich mir als Freiberufler die Auszeit leisten kann, sitze ich nun mit dem Laptop in der Tasche am Flughafen in Dortmund. Die Kinder haben uns zum Terminal begleitet und heute am 1. Juli kann es losgehen. Unser Flug nach Kuitaissi hat fast 4 Stunden Verspätung. Aber wir sind ja nicht in Eile.
Das Campamento Frances liegt am Lago Nordensköld dessen türkisblaues Wasser wir schon gestern beim Rückweg vom Mirador Britanica bestaunen dürften. Die heutige Wanderung verläuft den ganzen Tag entlang des Sees in den der Francés Gletscher entwässert. Zu Beginn der Tagesetappe begleitet uns noch das laute Grollen des kalbenden Gletschers.
Es ist noch dunkel als ich mich auf den Weg mache. Den ersten Teil der Strecke sind wir gestern gelaufen. Ich laufe am Hotel Las Torres vorbei bis zur Hängebrücke. Ich laufe allein. Die Frau ist im warmen Zelt geblieben und muß aufgrund der schmerzenden Beine aussetzen.
Unser Reise in den Torres del Paine Nationalpark beginnt morgens um 7:00 Uhr in Puerto Natales. Wir wollen mit drei Übernachtungen 4 Tage durch den Park wandern. Die W-Route oder zumindest Teile davon. Im Vorfeld haben wir in Puerto Natales bei zwei verschiedenen Agenturen Plätze auf den Campingplätzen gebucht. Das funktionierte zum Glück noch sehr kurzfristig.
Das Städtchen im tiefen Süden Chiles war gut eine Woche unsere Basis. Nach der Ankunft mit der Navimag-Fähre haben wir uns ganz kurzfristig ein Hostel gesucht. Im Hostel Paine könnten wir während der Ausflüge nach Punta Arenas und in den Nationalpark Torres del Paine problemlos einen Großteil unseres Gepäcks lassen.
Dieser Gletscher im Parque Nacional Los Glaciares ist ein wahrer Gigant. Man fühlt sich plötzlich klein und ehrfürchtig, wenn man vor der riesigen Eiswand steht. Der Gletscher ist nach dem argentinischen Entdecker und Naturforscher Perito Moreno benannt. Wie fast alle Besucher nächtigen wir in dem kleinen Städtchen El Calafate. Von hier aus sind es gut 80 km bis zum Glacier Perito Moreno. Frühmorgens kurz vor 9:00 Uhr steht ein Minibus vor der Tür und sammelt uns ein.
Es gibt nicht viele Orte in den sûdlichen Anden. Der Bus von El Calafate benötigt etwa drei Stunden für die 230 Kilometer auf der legendären Ruta 40. Eine Straße durch unendlich weite Pampa. Seit wenigen Jahren nun asphaltiert. El Chalten wurde erst 1986 gegründet. Auch um die Gebietsansprüche Argentiniens gegenüber Chile zu manifestieren.
Weiterlesen: El Chalten. Paradies für Wanderer und Kletterer
Der Cerro Torres ist eine Felsnadel und galt lange Zeit als Berg, der nicht zu bezwingen ist. Es ranken sich Legenden, Lügen und sehr viel Leidenschaft um diesen Berg. Zu dessen Füßen gibt es einen Gletschersee - die Laguna Torres - das Ziel dieser Wanderung.