Fitzhugh Mullan
Kümmere dich nicht um die Schlaglöcher in der Straße und zelebriere die Reise.

Kümmere dich nicht um die Schlaglöcher in der Straße und zelebriere die Reise.
Er gaat niets boven Groningen. Der Slogan der Stadt spielt seit über 30 Jahren auf die Lage in Nordholland an. Groningen ist jung. Gut 60.000 Studenten leben in der Stadt und machen sie so zur jüngsten Stadt der Niederlande. Dabei gibt es die alte Hansestadt Groningen schon seit über 1000 Jahren.
Die Insel der grauen Mönche. Nach denen ist die kleinste der westfriesischen Inseln benannt. Mönche habe ich keine gesehen bei meinem Tagesausflug nach Schiermonnikoog. Wohl aber Leuchttürme. Es gibt zwei auf Schiermonnikoog. Einen roten und einen weißen. Aber eins nach dem anderen.
Wien. Die Hauptstadt unseres südlichen Nachbarn. Wieso hat es eigentlich sechzig Jahre gedauert, bis ich diese charmante Metropole an der Donau kennenlernen durfte? Wir erreichen die Stadt auf dem Radweg auf der Donauinsel. Das Erste, was wir von dieser bemerkenswerten Stadt sehen, sind nicht die historischen Gebäude am Ring, sondern die moderne Skyline der UNO City. Die Stadt ist neben New York, Genf und Nairobi einer der vier Amtssitze der Vereinten Nationen.
Es sind nur 36 Kilometer zwischen Melk und Krems. Die Wachau. Historische Kulturlandschaft an der Donau. Im Dezember des Jahres 2000 setzte die UNESCO die Wachau auf ihre Liste des Weltkulturerbes als außergewöhnliches Beispiel einer mitteleuropäischen Kulturlandschaft aus dem Mittelalter, in der die traditionellen Lebens- und Wirtschaftsformen bis in die Gegenwart nahezu unverändert fortbestehen.

Ok. Der Vergleich hinkt. Aber wenn man sich von Süden an der Donau der Stadt nähert, sind Parallelen schon vorhanden. Hochöfen, Schlackenhalden, die Wolkenmacher der Kokereien, Gasometer. An der Donau wird Kohle und Eisenerz angelandet. Nicht viel anderes als würde man von Orsoy kommend nach Ruhrort radeln. Und bei vorherrschendem Südostwind sieht man deutlich einen Dunstschleier über der Stadt.

Mit dem Regionalzug aus München erreichen wir die Dreiflüssestadt am frühen Nachmittag. Vor dem Bahnhof halten und parken Bussen, dahinter eine Einkaufszeile und dann ein in Beton gegossenen Alptraum aus den 70ern. Die Regensburger Straße. Vom barocken Charme dieser Stadt auf einer Landzunge zwischen Inn und Donau ist nicht zu erahnen.
Als Dortmunder Junge habe ich natürlich ein Faible für Fernsehtürme. Schon als Kind war ich regelmäßig auf dem Dortmunder Florianturm mit seinem damals einzigartigen Drehrestaurant zu Gast. Tallinn besitzt wie viele Großstädte auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion auch einen Fernsehturm. Der Blaubeerkuchen im Restaurant des TV Towers von Vilnius ist wirklich eine Empfehlung.
Die Fähre von Helsinki nach Tallinn benötigt je nach Witterungsverhältnisse für die gut 70 Kilometer etwas mehr als 2 Stunden. Es bedienen aktuell drei Reedereien diese bei Finnen und Touristen extrem beliebte Strecke durch den finnischen Meerbusen im Pendelverkehr. Wir erwerben online Tickets bei der Viking Line und starten am Neujahrsmorgen um 10:30 Uhr in Richtung Estland.
Der letzte Tag des Jahres präsentiert sich von seiner schönsten Seite. Nach einem tollen Frühstück in den Töölö Towers fahren wir mit der Straßenbahn in die Stadt. Wir beginnen unseren Spaziergang im Stadtteil Ullanlinna. An der höchsten Stelle des Parks, dem Hügel Tähtitorninmäki befindet sich ein altes Observatorium.