Kurt Tucholsky
Wer die Enge seiner Heimat begreifen will, der reise.

Wer die Enge seiner Heimat begreifen will, der reise.
Batudaka. Kadidiri, Togean, Walea Kodi, Malenge, Bahi, Una Una. Namen wie ein Versprechen. Der Togean Island Meeresnationalpark ist ein kleines Paradies. Intakte Korallenriffe und ein außergewöhnlicher Fischreichtum. Die Autofähre von Ampana über Wakai nach Gorontola hat gut 2 Stunden Verspätung als sie in Wakai dem Hauptort des Archipels anlegt.
Die Fahrt von Tentena nach Ampana ist angenehm. Ein Minibus holt uns am Hotel ab. Am Abzweig nach Ampana wartet ein Sammeltaxi. Auf halbem Weg gibt frischen Fisch in einem Restaurant an der Straße und dann werden wir direkt in das Marina Resort unweit des Fähranlegers gefahren.
Auf dem langen Weg durch Sulawesi machen wir Halt in Tentana. Nach einer 14 stündigen Busfahrt beziehen wir am späten Abend Quartier im Victory Hotel am Lake Poso.
Schon an unserem ersten Tag in Rantepao im Torajaland sind uns die voll beladenen Kleinlaster aufgefallen. Auf der Ladefläche viele dunkel gekleidete Menschen, Schweine, manchmal ein Büffel. Eine Gesellschaft auf dem Weg zu einer Beerdigung.
Weiterlesen: Zu Gast bei einer Beerdigungszeremonie der Toraja
Eine Reise mit dem Nachtbus aus Makassar, der Handelsstadt in Südsulawesi, und man befindet sich im Land der Toraja. Die Toraja sind eine Ethnie aus dem Hochland Sulawesis. Die Menschen aus den Bergen. So nannten die Küstenbewohner die hier lebenden Stämme. Bis zur Ankunft holländischer Missionare im 19. Jahrhundert war die Kopfgeldjagd gang und gäbe. Auch manch ein Missionar mußte dran glauben. Heute sind die Toraja zu 85% Christen. In den Dörfern gibt es schmucke kleine Kirchen. Aber der Schein trügt ein wenig.
Weiterlesen: Tanah Toraja. Das Torajaland in den Bergen Sulawesis.
Über Maumere erhebt sich der 1700 Meter hohe aktive Stratovulkan Egon. Wir wollen um 7:00 Uhr am Lena Guesthouse aufbrechen. Doch daraus wird zunächst nichts. Es regnet.
Unsere kleine Reisegesellschaft besteht aus 5 Personen und unserem Guide und Fahrer Rian. Lai frisch verheiratet mit Tan, ein junges Pärchen aus Malakka, Malaysia, Basti aus Hamburg, Anke und ich. Wir sind ein gutes Team und können alle Kosten teilen. Also legen wir zusammen und mieten ein Boot für einen Tagesausflug in die Inselwelt vor Maumere.
Gut 50 Kilometer östlich von Moni gibt es ein Hidden Paradise. Wir biegen von der TransFlores Road ab, zahlen an einer Schranke 5000 Rupien für das Fahrzeug und stehen nach 2 Kilometern an einem wunderschönen Strand.
In Bajawa sind wir plötzlich eine kleine Gruppe. In der Cinamon Lodge haben wir Lai und seine Frau wiedergetroffen. Die beiden liebenswerten Malaien chinesischer Herkunft sind auf Hochzeitsreise und waren gemeinsam mit uns auf dem Komodoboot. Dazu gesellt sich Bastian aus Hamburg. Wir nehmen den Public Bus nach Moni am Fuße des Vulkans Kelimutu.