Konfuzius
Wohin du auch gehst, gehe mit ganzem Herzen.

Wohin du auch gehst, gehe mit ganzem Herzen.
Im Sommer 2018 ist es dann so weit: unser Sabbatjahr beginnt. Hatte ich zunächst noch Zweifel, ob ich mir als Freiberufler die Auszeit leisten kann, sitze ich nun mit dem Laptop in der Tasche am Flughafen in Dortmund. Die Kinder haben uns zum Terminal begleitet und heute am 1. Juli kann es losgehen. Unser Flug nach Kuitaissi hat fast 4 Stunden Verspätung. Aber wir sind ja nicht in Eile.
Die Frau will Yoga machen. Nicht so einfach für sich selbst, sondern im Rahmen eines Retreats. Dreimal am Tag mit Instructor und allem was da zugehört. Nachdem das in Varanasi nicht geklappt hat, ein geeignetes Yogazentrum zu finden, soll es jetzt Bali sein. In Canggu gibt es reichlich Yoga und noch viel, viel mehr Surfen. Wir landen im Serenty Yoga Resort. Keine 300 Meter von einem fetten, langen Sandstrand mit klasse Wellen.
Sonntags fährt Bali Rad. Ganz wie in der ehemaligen Kolonialmacht Niederlande setzt man sich auf das Fahrrad. Mit zwei, drei Gleichgesinnten oder die Ausfahrt als Sportevent der Firma mit der gesamten Belegschaft. Ich bin auf dem Weg von Bali nach Lombok. In der Travelloka App finde ich.einen Bus. Abfahrt 6:30 Uhr. Doch der Bus kommt nicht. Mit dem Taxi fahre ich zum Fährhafen nach Padangbai. Eine Stunde Fahrzeit. Relativ wenig Verkehr. Öffentlichen Nahverkehr ist Mangelware. Stattdessen Radsportler.
Nach zwei Tagen in Kuta mache ich mich auf den Weg zu den Gili Inseln. Mein Fahrer Habibi bringt mich zum Hafen nach Bangsal. Hier im Nordosten von Lombok steht in den Dörfern zum Teil kein Stein mehr auf dem anderen. So verheerend hat das Beben seine zerstörerische Wirkung entfaltet.
Fast 500 Kilometer östlich von Bali liegt die Insel Flores. Unser Flug von Denpasar wird kurzfristig verschoben. Statt um 15:00 Uhr fliegen wir bereits um 11:00 Uhr am Morgen. Nach 60 Minuten Flug über die Insel Sumba landen wir auf dem kleinen Komodo Airport.
Gegen 7:30 Uhr treffen wir am Boot ein. Wir sind eine Gruppe von 16 Menschen aus 10 Ländern und werden die nächsten zwei Tage gemeinsam durch das Welterbe Komodo Nationalpark schippern. Auf dem Oberdeck gibt es große Sitzsäcke und nach dem wir alle eingetrudelt sind, stechen wir in See.
Weiterlesen: Two days one night in Komodo. Bootstour zu den Waranen.
Die Ngada sind eine Ethnie mit etwa 60.000 Menschen. Das Siedlungsgebiet der Ngada befindet sich auf der Insel Flores rund um die Provinzstadt Bajawa zu Füßen des Vulkans Inierie. Die Volksgruppe der Ngada sprechen eine eigene Sprache. Aufgrund der Verwandschaft der Sprache mit polynesichen Sprachfamilien vermutet man das die Ngada ursprünglich auf Polynesien eingewandert sind.
In Bajawa sind wir plötzlich eine kleine Gruppe. In der Cinamon Lodge haben wir Lai und seine Frau wiedergetroffen. Die beiden liebenswerten Malaien chinesischer Herkunft sind auf Hochzeitsreise und waren gemeinsam mit uns auf dem Komodoboot. Dazu gesellt sich Bastian aus Hamburg. Wir nehmen den Public Bus nach Moni am Fuße des Vulkans Kelimutu.