Augustinus Aurelius
Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.

Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.
Im Sommer 2018 ist es dann so weit: unser Sabbatjahr beginnt. Hatte ich zunächst noch Zweifel, ob ich mir als Freiberufler die Auszeit leisten kann, sitze ich nun mit dem Laptop in der Tasche am Flughafen in Dortmund. Die Kinder haben uns zum Terminal begleitet und heute am 1. Juli kann es losgehen. Unser Flug nach Kuitaissi hat fast 4 Stunden Verspätung. Aber wir sind ja nicht in Eile.
Batudaka. Kadidiri, Togean, Walea Kodi, Malenge, Bahi, Una Una. Namen wie ein Versprechen. Der Togean Island Meeresnationalpark ist ein kleines Paradies. Intakte Korallenriffe und ein außergewöhnlicher Fischreichtum. Die Autofähre von Ampana über Wakai nach Gorontola hat gut 2 Stunden Verspätung als sie in Wakai dem Hauptort des Archipels anlegt.
An Heiligabend sitzen wir auf der großen Bank vor unserer Hütte. Wir waren gerade von einer ausgedehnten Schnorcheltour zurückgekommen und wollten den Nachmittag mit dem E-Book-Reader ausklingen lassen. Doch dann wird eines der drei Auslegerboote startklar gemacht.
Auf meine Frage hin erzählt Akkar, dass er mit drei Local People einen Ausflug zum Jelly Fish Lake unternehmen möchte. Kurz entschlossen schließen wir uns an. Wir schnappen uns die Tauchermasken und eine Flasche Wasser und klettern in das blaugelbe Boot.
Der Aufenthalt auf Kadidiri war Erholung pur. Ich hätte auch nichts dagegen gehabt, dort noch ein paar Tage zu Verweilen. Jetzt im Winter herrscht allerdings Nordostmonsum. Ein starker Wind aus Sibirien, der die Fährpläne reichlich durcheinander pustet.
Auf den Tag genau 6 Monate. 183 Tage. 10 Länder. 110 Blogposts, 26.630 Kilometer, davon 10.300 km im Flieger, 6.920 km im Zug, 5.640 km mit dem Bus, 2.455 km mit Taxis, Rikschas und Mopeds und 930 km auf Booten und Fähren. Zentralasien, Indien, Südostasien. Moslems, Christen, Hindus und Buddhisten. Die meisten Menschen sind uns lachend und mit offenen Herzen begegnet. Wir wurden nicht bestohlen. Die kleinen Betrügereien zu unseren Ungunsten kann ich verschmerzen. Auf hunderten Selfies haben wir um die Wette gestrahlt.
Der Bunaken Meeresnationalpark wurde schon 1997 eingerichtet und steht seitdem auf der UNESCO-Welterbeliste. Allerdings nur als Kandidat. Die vollständige Anerkennnung als Weltnaturerbe wurde bis heute versagt. Der Park umfasst die Inseln Bunaken, Montehage, Nain. Manado Tua, Siladen und vor allem die Unterwasserwelten in der umgebenden Sulawesi-See.
Weiterlesen: Bunaken Meeresnationalpark. Tauch- und Schnorchelparadies.
Die Unterkunft in Kuala Lumpur haben wir unweit des Flughafens KLIA gewählt. Mit der Airport S-Bahn powered by Siemens müssen wir nur eine Station fahren und dann sind es keine tausend Meter zu Fuß. Am Flughafen und auch im Zug gibt es gutes, schnelles WiFi. Kein Problem mal eben die MapsMe Offline Karte Malaysia herunterzuladen und die Kommunikation mit der Herberge zu bewerkstelligen.
Die Straße von Malakka dürften vielen ein Begriff sein. Hauptschlagader des Welthandels. Bindeglied zwischen Europa und Asien. Benannt ist die Meerenge nach der Stadt Malakka. Gegründet wurde die strategisch günstig gelegene Siedlung als Handelsposten der Chinesen. Die einheimische Bevölkerung war lange durch Buddhismus und Hinduismus geprägt, der von Indien aus seinen Weg auf die malaiische Halbinsel fand.