Gustave Flaubert
Reisen macht einen bescheiden. Man erkennt, welch kleinen Platz man in der Welt besetzt.
Reisen macht einen bescheiden. Man erkennt, welch kleinen Platz man in der Welt besetzt.
Buenos Aires galt lange als reichste Stadt der Welt. Ausgehend von der Prachtstraße Avenida de Mayo, welche die beide Plätze Plzea del Mayo und Plaza del Congreso mit einander verbindet, entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts in der ganzen Stadt prächtige bürgerliche Pälaste und Häuser.
Das Museum für Moderne Kunst in Buenos Aires liegt im Stadtteil San Telmo an der Avenida San Juan. Das Museum wurde 1956 durch den bildenen Künstler und Diplomaten Pablo Curatella Manes und des Kunstkritikers Rafael Squirru gegründet. Das Museum besitzt ein Sammlung von über 7.000 Werken moderner Kunst. 2018 zog das Museum in ein neues Gebäude, in die Werke in einem zeitgemäßem Rahmen präsentiert werden.
ESMA. Escuela de Mecánica de la Armada. In der ehemaligen Schule der Marine befand sich während der Militärdiktatur von 1976 bis 1983 eines der größten Geheimgefängnisse und Folterzentren. Schon am 24. März 1976, also am Tag der Machtergreifung der Militärs, wurden hier die ersten Gefangenen untergebracht. Von den über 5000 Gefangenen in der ESMA überlebten nur wenige - viele wurden von hier in Todesflügen aus Flugzeugen über dem Río de la Plata geworfen.
Das Estadio Monumental Antonio Vespucio Liberti - oder kurz El Monumental - ist das größte Stadion in Argentinien. Das große Rund mit Leichtathletiklaufbahnen um das eigentliche Fußbalfeld ist die Heimspielstätte von River Plate und auch das Stadion der La Albiceleste. Hier spielen und spielten Maradona, Messi und Co. in den himmelblauen Trikots der argentinischen Nationalmannschaft. Es liegt im Norden im Stadtteil Belgrano und hat aktuell eine Kapazität von 65.645 Plätzen.
Am 24. März jährt sich der Tag des Militärsputsches im Jahre 1976. Vor 43 Jahren übernahm die eine Junta die Macht. 30.000 Menschen starben. Hunderttausende wurden gefoltert. Schüler, Studenten, Gewerkschaftler, alles was vermeintlich links war, landete in den Folterkellern der Militärs oder wurde von rechten Todesschwadronen getötet. Mit den Müttern der Verschwundenen auf dem Plaza del Mayo begann die Wende. Heute ist der 24. März ein Feiertag und die Menschen in der Stadt rufen laut: Nunca más.
Eine der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten Buenos Aires ist der Friedhof im noblen Stadtteil La Recoleta. Die Reichen und Schönen des Landes haben hier ihre letzte Ruhe gefunden. Doch von Ruhe kann keine Rede sein. An Wochenenden und Feiertagen pilgern Tausende von Besucher auf diesen neoklassizistischen Friedhof, vorallem um das Grab von Evita zu besuchen.
Der Fluss ist hier so breit wie ein Meer. Schaut man von Buenos Aires auf den Rio del la Plata kann man das Ufer auf der anderen Seite nicht sehen. Unsere Fahre Colonia Express startet um Viertel nach acht in einem kleinen Hafenbecken südlich von Puerto Maduro. Die Ein- und Ausreiseformalitäten sind schnell erledigt und bei strahlenden Sonnenschein verlässt der Katamaran die Megapolis Buenos Aires mit ihren fast 15 Millionen Einwohner. Bei Blick zurück wird die Skyline der Stadt nach und nach schnell kleiner.
Weiterlesen: Colonia del Sacramento. Welterbe am Rio del la Plata.
Nach dem Besuch der Bomboniera wollte ich auch das Stadion des aktuellen Tabellenführers der argentischen Liga sehen. Und das ist im März 2019 erstaunlicherweise der Racing Club aus dem Industrievorort Avellaneda. Racing wurde 1903 gegründet und hatte seine erfolgreichste Zeit zwischen 1913 und 1925, als er neunmal Landesmeister wurde. Bis 1967 kamen weitere 6 Meistertitel hinzu und damals wurde man nach dem Gewinn des Copa Libertadores Weltpokalsieger gegen Celtic Glasgow. Nach einem letzten Meistertitel 2001 wurde es still um den Club. Doch jetzt ist man wieder da und steht am 23. Spieltag mit 4 Punkten Vorsprung ganz oben auf dem Tableau.
Weiterlesen: Das Rechteck und der Zylinder. Die Stadien in Avellaneda.
Östlich von San Telmo und dem historischen Zentrum Buenos Aires befand sich früher der Hafen am Ufer des Rio de la Plata. Weil der ursprüngliche Hafen in La Boca den Erfordernissen nicht gewachsen war, baute man auf Initiative des Kaufmanns Eduardo Maduro einen Hafen mit Speichern und Hafenbecken. Der neue Hafen wurde ab Mitte der 1890er Jahre in Betrieb genommen. Allerdings wurde schon 1911 ein weiterer Hafen, der Puerto Nuevo, der bis heute genutzt wird, eingeweiht und Puerto Maduro versank in einen Dornröschenschlaf.